facebook

Der Bundesverband der Mütterzentren e.V.


Der Verband unterstützt rund 400 Mütterzentren in Deutschland und vertritt ihre Interessen auf der Bundesebene. Wir vernetzen die Häuser durch unsere Veröffentlichungen, politischen Kampagnen, Schulungen, Fachtage und bundesweiten Treffen.

Die ersten Mütterzentren wurden vor über dreißig Jahren gegründet, weil Frauen es satt hatten, allein mit ihren Kindern zu Hause zu sein. Sie wollten raus. In die Öffentlichkeit, Kontakte knüpfen und dabei sein. Gesellschaftliche Teilhabe für alle und die Gelegenheit „das Leben zu leben“ ist auch heute noch einer der Schwerpunkte der Mütterzentren. Mit ihrem Konzept des „öffentlichen Wohnzimmers“ und der Idee einer sich kümmernden Gemeinschaft, erleichtern sie es jedem Menschen, die Herausforderungen des Alltags besser zu bewältigen und eigene Lebensperspektiven zu entwickeln.

Wir setzen uns für eine leichtere Vereinbarkeit von Familienangelegenheiten und Beruf ein und fordern, dass der Wert der Versorgungsarbeit, die hauptsächlich von Frauen geleistet wird, ins öffentliche Bewusstsein gerückt und besser entlohnt wird.

In einem offenen Brief fordert der Bundesverband der Mütterzentren e.V. in einem breiten Bündnis von 26 Verbänden und Organisationen §219a StGB aufzuheben. Die unterzeichnenden Organisationen fordern umfassende Informationsfreiheit über Schwangerschaftsabbrüche und Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte.

 

Verbändebündnis

O F F E N E R B R I E F - M E D I E N M I T T E I L U N G

An
die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,
die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Katarina Barley,
den Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn,
die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Giffey,
den Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder
die Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Andrea Nahles

Berlin, 23. April 2018

Für einen freien Zugang zu Informationen über SchwangerschaftsabbrücheFür einen freien Zugang zu Informationen über Schwangerschaftsabbrüche – § 219a StGB aufheben!

Wir, die unterzeichnenden Verbände, fordern Sie auf, Frauen freien Zugang zu sachlichen Informationen über Schwangerschaftsabbrüche zu gewähren und § 219a StGB aufzuheben. Angesichts zahlreicher Klagen gegen Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen und darüber auch öffentlich informieren, drängt die Zeit!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
sehr geehrte Frau Bundesministerin Dr. Barley,
sehr geehrter Herr Bundesminister Spahn,
sehr geehrte Frau Bundesministerin Dr. Giffey,
sehr geehrter Herr Kauder,
sehr geehrte Frau Nahles,

Frauen haben ein Recht auf reproduktive Selbstbestimmung. Dazu gehört neben dem Informationsrecht auch das Recht auf freie Wahl einer Ärztin bzw. eines Arztes. § 219a StGB schränkt diese Rechte wesentlich ein: Er stellt nicht nur „Werbung“ für Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe. § 219a StGB erschwert Schwangeren den freien Zugang zu sachlichen Informationen über die konkreten Möglichkeiten eines Abbruchs.

Ärztinnen und Ärzte stoßen auf eine widersprüchliche Rechtslage. Sie dürfen zwar unter bestimmten Voraussetzungen Schwangerschaftsabbrüche straffrei vornehmen, sind aber nicht berechtigt, öffentlich darüber zu informieren.

Berufswidrige Werbung – das heißt anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung – ist ohnehin im Berufsrecht der Ärztinnen und Ärzte verboten.

Wir, die unterzeichnenden Verbände, fordern, dass Ärztinnen und Ärzte ohne Risiko vor Strafverfolgung darüber informieren dürfen, wie, wo und durch wen straflose Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden. Frauen benötigen einen niedrigschwelligen Zugang zu sachlichen Informationen über medizinische Möglichkeiten und Implikationen eines Schwangerschaftsabbruchs sowie über Ärztinnen und Ärzte in erreichbarer Nähe, die ihn ausführen. Diese sachlichen Informationen sind keine „Werbung“ und sie dürfen nicht als solche interpretiert werden. Frauen muss ermöglicht werden, sich über Schwangerschaftsabbrüche und über Ärztinnen und Ärzte, die sie durchführen, zu informieren.

Wir fordern Sie auf: Garantieren Sie umfassende Informationsfreiheit über Schwangerschaftsabbrüche und heben Sie den § 219a StGB auf! Schaffen Sie Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte!

 

Hier könnt ihr den offenen Brief an die Bundesregierung im PDF Format ansehen.

 

Folgende Verbände haben den Offenen Brief unterzeichnet:

Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF)
AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V.
Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)
Bundesarbeitsgemeinschaft Frauenpolitik Bündnis 90/DIE GRÜNEN (BAG Frauenpolitik)
BAG – Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros
Bundesjugendwerk der AWO e.V.
BFF Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, Frauen gegen Gewalt e.V.
Bundesverband der Frauengesundheitszentren e.V.
Bundesverband der Mütterzentren e.V.
Bundesverband Liberale Frauen e.V.
Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung
DGB Frauen
Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (DGPFG)
Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS)
Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb)
Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD)
Feministische Offensive der LINKEN
Humanistischer Verband Deutschlands (HVD)
Landesverband Mütter- und Familienzentren in Bayern e.V.
Netzwerk Frauengesundheit Berlin
pro familia Bundesverband e.V.
Schwangerschaftsberatungsstelle BALANCE
SelbstHilfeInitiative Alleinerziehender (SHIA) e.V. Bundesverband
Sozialverband Deutschland e.V. SoVD
Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Bundesverband e.V. (VAMV)
Zukunftsforum Familie e.V.

Mitgliederversammlung und Fachtag

Selbst inspirieren und inspiriert werden. Gemeinsam mehr bewegen.

Mütterzentren beleben seit vielen Jahren Nachbarschaften, Stadtteile, Gemeinden und Städte. Sie machen sie bunter und menschlicher. Kein Wunder, dass unsere erfolgreiche, offene und am Menschen orientierte Arbeitsweise viele Nachahmer findet. Denn Mütterzentren sind besonders. Sie zeichnen sich aus durch:  

Das Zusammenspiel von Eigenverwaltung und Eigenverantwortung, Gleichrangigkeit von Erwerbsarbeit und Freiwilligen-Engagement, Mitbestimmung und Mitgestaltung für alle, das Gastgeber!nnen-Prinzip, Offenheit gegenüber Menschen und Ideen sowie das große persönliche und gesellschaftspolitische Engagement in der Lebenswelt vor Ort, in den Bundesländern und auf bundespolitischer Ebene.

Mütterzentren geben Impulse zur positiven Entwicklung unserer Gesellschaft, zum Meistern neuer Herausforderungen. Sie verfolgen das Ziel, die Lebenssituation von Frauen und Kindern nachhaltig zu verbessern. Bleiben wir also dran!

Der Fachtag in Hamburg zeigt unsere Stärken. Wir ergründen gemeinsam, welche Werte und Botschaften uns wichtig sind und wie wir sie nach innen und außen transportieren. Danach ist klar: So erkläre ich Mütterzentren und ihre Wirkung.Mütterzentren geben gesellschaftliche Impulse. Und das seit mehr als drei Jahrzehnten. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass familienunterstützende Angebote wichtige Standortfaktoren in den Kommunen sind. Wir haben also allen Grund, selbstbewusst in die Zukunft zu schauen.

Lasst uns reden, diskutieren und uns gegenseitig inspirieren. Wir freuen uns auf euch, eure Themen und Beiträge. Lasst uns teilhaben an dem, was euch bewegt in eurem Mütterzentrum. Nutzt unser bundesweites Inspirationsnetzwerk zum Kennenlernen und Austausch.

 

Programm

Freitag, den 20.04.2018 - Mitgliederversammlung

16.00 Uhr     Herzlich Willkommen
                     Ankommen & Begrüßung

16.30 Uhr     Neues aus den Mütterzentren
                     Wir freuen uns auf eure Berichte

17.00 Uhr     Mitgliederversammlung
                     des Bundesverbands der Mütterzentren e.V.

18.30 Uhr     Abendessen
                     anschließend Ausklang


Samstag, den 21.04.2018 - Fachtag Mütterzentren sind Impulsgeberinnen

09.00 Uhr      Ankommen

09.30 Uhr      Begrüßung

10.30 Uhr      An die Arbeit. Themen die uns bewegen.*)

12.30 Uhr      Mittagessen

13.15 Uhr      Hausführung
        
14.00 Uhr      An die Arbeit. Lösungen, die uns inspirieren.

15.30 Uhr      Impulse & Schlussrunde
        
16.00 Uhr      Ende des Fachtags

 

*) Diese Themenvorschläge haben wir bereits eingeplant, weitere sind willkommen:  

  •   Mütterzentrum leicht erklärt. Marken, Werte & Botschaften.
      Vorgeschlagen vom Mütterzentrum Ingelheim
  •   Mütterzentren als gesellschaftliche Impulsgeberin.
      Wir wirken global und verändern die Gesellschaft.
      Vorgeschlagen vom Bundesverband der Mütterzentren
  •   Mensch Mütterzentrum! Empowerment - wir stärken Menschen! Wie machen wir das?    
      Vorgeschlagen vom Mütterzentrum Leipzig
  •   Mütterzentren als Standortfaktor. Mütterzentren entwickeln Quartiere und reden darüber.
      Vorgeschlagen vom Mütterzentrum Limburg

Jetzt die Tagesordnung als PDF.

Jetzt direkt für die MItgliederversammlung und den Fachtag anmelden.

Aus Pforzheim erreichte uns diese Aufforderung folgende Petition zu unterschreiben: Rentengerechtigkeit für ALLE Mütter - weg mit der geplanten "Mehrwert-Mütterrente"
Es geht darum, dass auch Mütter, die vor 1992 Kinder bekommen haben, zwei weitere Entgeltpunkte für ihre Rente erhalten. Damit wären sie den jüngeren Frauen gleichgestellt. Frauen, die direkt nach der Geburt ihrer Kinder wieder gearbeitet haben, erhalten allerdings keine Mütterrente. Das gilt vor allem für Frauen aus den neuen Bundesländern. Ältere Frauen, die auf Grundsicherung angewiesen sind, gehen auch leer aus. Um weibliche Altersarmut wirklich zu verringern, sind größere Trostpflaster nötig.

Unseren Mitgliedern haben wir bereits ein Exemplar geschickt. Wer Nachschub braucht oder einen neuen ordern möchte, schreibt kurz an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Wer will, kann den Kalender auch hier in DIN A4-Format druckfertig herunterladen und ins Büro hängen. Die wichtigsten Termine sind schon vorgemerkt.

„Wenn etwas schief läuft, fällt alle Schuld auf die Mutter zurück. Psychologen/innen und Mediziner/innen machen Mütter für Alkoholismus, Drogenmissbrauch und die Magersucht ihrer Kinder verantwortlich. Das „motherblaming“ ist salonfähig geworden. Die auf der Therapeutencouch liegenden Klienten/innen beschweren sich allenthalben über ihre Mütter.“
Dabei sind es nicht die Mütter, die individuell versagt haben und versagen, schreibt die österreichische Politologin Mariam Irene Tazi-Preve. Es ist die Kleinfamilie, die scheitert. Und dieses Scheitern hat gesellschaftliche und ökonomische Ursachen, die sie klar und nachvollziehbar benennt. Sie beschreibt, warum die Bereiche Arbeitswelt und Familie nicht kompatibel sind und wie die Wirtschaft Familien instrumentalisiert.


Durch die tägliche Überforderung wird die Familie nicht als idyllischer Rückzugsort erlebt, sondern als Quelle des täglichen Frusts, weil die Kinder zu wenig erwachsene Bezugspersonen haben, den Eltern die Zeit für die romantische Liebe und Erotik fehlt, und die Mütter immer den Kürzeren ziehen, auch wenn ihnen Wahlfreiheit vorgegaukelt wird, kritisiert Tazi-Preve.
Bleibt eine Mutter zu Hause, ist sie komplett von ihrem Mann abhängig, Ist sie halbtags beschäftigt, erhält sie keine existenzsichernde Rente. Arbeitet eine Mutter Vollzeit, reibt sie sich schier auf, weil sie neben dem Job noch den größten Teil des Haushalts wuppt.

Scheitert die Ehe, wird sie mit großer Wahrscheinlichkeit, eine vom deutschen Steuerrecht benachteiligte Alleinerziehende. Die Frauen, die sie nach der Trennung oft auffangen, ihre Mütter, Großmütter, Schwestern und Freundinnen, werden aber leider nur als mittelmäßiger Ersatz für den abwesenden Vater gesehen. Auch diese fehlende Wertschätzung ist, laut Tazi Preve, ein Ergebnis unserer Idealsierung der Kleinfamilie.


Wir sollten uns einfach von der Idee verabschieden, dass die Kleinfamilie der Normalfall ist, in der Kinder am besten aufgehoben sind, sagt Tazi-Preve. Familie sei einfach da, wo das füreinander Sorgen oberste Priorität hat. „Erwachsene Kinder sollten einfach die ökonomische Verantwortung gegenüber der familialen Gemeinschaft übernehmen und nicht gegenüber dem/der Lebenspartner/in, schreibt die Politologin und fügt an, dass sich im afrikanischen Burkina Faso z.B. alle Frauen einer Familie für alle Kinder zuständig fühlen.
Um sich solche Verhältnisse in Deutschland vorzustellen, muss man schon sehr phantasiebegabt sein. Aber es ist schön zu wissen, was so alles möglich ist.
Die Lektüre lohnt sich vor allem, weil Tazi-Preve die Auswirkungen der aktuellen Familienpolitik analysiert. Die Art, wie sie die historische Entwicklung beschreibt, macht es sogar plötzlich ganz leicht, mit unseren eigenen Müttern, Großmüttern und Schwiegermüttern solidarischer zu sein.

Unsere Kooperation mit Flechtwerk 2.1 trägt erste Früchte. Ein Vater, der getrennt von seinen Kindern lebt, kann für seine Wochenendbesuche in Hamburg das Kinderzimmer des Mütterzentrums Bergedorf nutzen. Spielen, kuscheln, vorlesen und herumbalgen geht dort viel besser als in Museen, Kinos und Schnellrestaurants.

Übrigens: Das Mütterzentrum Bergedorf hat im November 2017 sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Nachträglich noch die allerbesten Glückwünsche von uns.

"Es muss endlich auch beim Bund ankommen, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind", dieser schöne Satz fiel auf der Arbeits- und Sozialministerkonferenz in Potsdam. Da jedes fünfte Kind deutschlandweit von Armut bedroht ist, arbeiten die Länder jetzt mehrheitlich an einem Konzept, um die Kindergrundsicherung einzuführen. Wir freuen uns darüber, denn Erhöhungen des Kindergeldes kommen bei den Familien, die Sozialleistungen beziehen, ja gar nicht an.

Unser letztes Bundesverbandstreffen mit Preisverleihung fand im Mütter- und Familienzentrum Huchting statt. Noch ist das große Bremer Zentrum an vier Standorten vertreten und alle Beteiligten warten auf die Schlüsselübergabe, um gemeinsam in einen neuen, hellen Bau umzuziehen.


Der erste Preis der Praktissima 2017 zum Thema Mütterlichkeit, der von der Stiftung Apfelbaum gefördert wird, ging an das Mütter- und Familienzentrum in Bad Nauheim, der zweite an das Familienzentrum Klara in Freiburg im Breisgau und der dritte Platz an das Mütter- und Familienzentrum Waltrop in NRW.

Eine eindrucksvolle Rede über den Begriff „Mütterlichkeit“ im Wandel der hielt die Filmemacherin Dagmar Lilli Margotsdotter. Am Samstagvormittag wurde ihr Film „Wo die freien Frauen wohnen – Vom Matriarchat der Mosuo“, gezeigt und löste lebhafte Diskussionen aus. Es war eine sehr schöne und anregende Veranstaltung. Allen Mitwirkenden ein herzliches Dankeschön.


Unser nächstes Bundesverbandstreffen findet am 20. – 21.04.2018 in Hamburg statt.

Ein Diskurs um den Begriff der Mütterlichkeit

Wir möchten Euch herzlich zum jährlichen Bundesverbandstreffen aller Mütterzentren einladen.

Alle  Informationen zu unserem Bundesverbandstreffen könnt ihr dem unten stehenden Programmpunkten entnehmen.

Wir bitten Euch euch bis zum 15.11.2017 anzumelden.

Wie immer ist für eine Kinderbetreuung gesorgt.

Wir freuen uns in diesem ahr zu Gast zu sein im Mütterzentrum Huchting e.V. und euch dort begrüßen zu dürfen.

 

Programm

Freitag, den 17.11.2017 - Verleihung der Praktissima

16.00 Uhr – Herzlich Willkommen
Ankommen & Begrüßung im Mütter- und Familienzentrum Huchting e.V.

17.00 Uhr – Praktissima 2017
Preisverleihung

18.30 Uhr – Festliches Abendessen

20.00 Uhr – Zeit zum Austausch
Gemeinsamer Ausklang des Abends

 

Samstag, den 18.11.2017

09.00 Uhr – Ankommen

09.30 Uhr – Film Special mit anschließendem Austausch: "Wo die freien Frauen wohnen - Vom Matriarchat der Mosuo"

mit eine der drei Regisseurinnrn: Dagmar Lilly Margotsdotter

Im Süden von China am Lugusee leben die Mosuo, die für ihr harmonisches Zusammenleben ohne Eifersucht, Gewalt und Krieg bekannt sind. Machtstreben ist ihnen fremd. Die Filmemacherinnen trafen zufriedene Menschen, die sich nach der Lebenswelt von Frauen und Kindern ausrichten. Wir sehen Frauen, die lachen, tanzen und singen, entspannt und frei sind und die wirtschaftlichen und sozialen Fäden in der Hand halten. Sie kümmern sich gemeinschaftlich um die Kinder, unterstützt von den weiblichen und männlichen Verwandten. Die patriarchale Ehe und Zersplitterung der Familie kennen sie nicht.

Hier findet ihr einen kurzen Trailer zum Film.

12.30 Uhr – Stärkung und Gespräche
Arbeitspause und Zeit für den persönlichen Austausch

13.30 Uhr – Hinter den Kulissen
Führung durch das Mütter- und Familienzentrum Huchting

14.00 Uhr – Workshop: Ankommen in Mütterzentren - gelebte Mütterlichkeit
Gegenseitige Fürsorge und ein harmonisches Miteinander entstehen nicht von alleine. Wie passt die Philosophie der Mütterzentren in die moderne Gesellschaft? Wie entsteht Gemeinschaft in einem öffentlichen Raum?
Hierzu gehen wir miteinander in den Austausch und entwickeln Ideen und Wünsche für die Zukunft.

15.30 Uhr – Auf Wiedersehen
Gemeinsamer Abschluss & Resümee

 

Tagesordnung als PDF.

Neben Beruf und Familie gehört eine Nachbarschaft, in der wir einander kennen, uns wohlfühlen und aufeinander verlassen können zu den ganz großen Glücksspendern.

Setzt ihr euch für eure Nachbarn ein oder ihr kennt eine Initiative, die vielen in der Nachbarschaft zugutekommt? Was ist mit eurem Mütterzentrum? Bewerbt euch bis zum 24. August oder schlagt ein Projekt vor, dass unbedingt mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis 2017 ausgezeichnet gehört. Über 50.000 Euro fließen mit Hilfe des Preises in echtes Engagement in der Nachbarschaft.

Alle Infos findet ihr hier und bewerben könnt ihr euch hier.

Seit Juli ist der Bundesverband der Mütterzentren e.V. Mitglied der stärksten Frauenlobby Deutschlands, die sich für die Gleichstellung in Politik und Gesellschaft, auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft engagiert. Der deutsche Frauenrat trifft sich regelmäßig mit Vertreterinnen und Vertretern der Parteien, stößt öffentliche Diskussionen an und fordert Teilhabe und Transparenz.


Als Mitglied können wir z.B. Schwerpunktthemen vorschlagen und unsere Ideen in Fachausschüssen einbringen. Zurzeit gibt es Fachausschüsse zu den Themen Frauengesundheit, Flucht und Integration und zur Bundestagswahl 2017 mit Forderungen, die ihr hier findet.

Wir danken Michaela Adrian und Bettina Demleitner für ihre Arbeit im Vorstand des Bundesverbandes der Mütterzentren. Beide haben sich nicht noch einmal für die Wahl zur Verfügung gestellt.


Wir freuen uns, dass sich Ute Latzel, die bereits die letzten drei Jahre als Vorstandsfrau den Verein unterstützt hat, wieder wählen ließ. Sie ist eine vom Bundesverband ausgebildete Trainerin für Offenes Lernen und Handeln, professionelle Leiterin von Runden Tischen und Geschäftsführerin des Müfaz- das Mütter- und Familienzentrum und Mehrgenerationenhaus in Bad Nauheim. Utes Energie, ihr juristisches Fachwissen, ihr Charisma und ihre Verbindlichkeit wissen wir alle zu schätzen. Neben Vorstandsfrau Ute Latzel wurden Dagmar Engels und Monika Maier-Luchmann in den Vorstand gewählt. Wir freuen uns, mit Dagmar und Monika zwei gestandenen Mütterzentrumsfrauen an der Spitze zu haben, die sich im Bundesverband schon jahrzehntelang im Steuerungskreis engagiert haben. Außerdem sind sie durch die Arbeit in ihren Häusern mit dem Alltag in den Zentren bestens vertraut, in ihrer Stadt und darüber hinaus gut vernetzt. Monika ist Geschäftsführerin des ZenJA in Langen. Dagmar leitet den Nachbarschatz in Hamburg. Hier findet ihr einen wunderbaren Artikel über Dagmar anlässlich des Verleihung des Hamburger Bürgerpreises.

Braucht ihr neue Flyer, Fotos, Texte, Videos, ein neues Logo oder ein Crowdfunding Konzept für euer Mütterzentrum? YOUVO bringt junge Kreative und gemeinnützige Organisationen zusammen. So haben Studierende und Berufsanfänger die Gelegenheit, nicht nur für die Schublade zu arbeiten und ihr könnt euch besser präsentieren. YOUVO selbst wird finanziell großzügig von Stiftungen unterstützt. So können sich mehrere hauptamtlich Mitarbeitende darum kümmern, dass junge Designer und soziale Organisationen zusammen kommen. YOUVO betont dabei ausdrücklich, dass es bei dem ehrenamtlichen Einsatz nicht darum geht, Arbeitsplätze zu vernichten, sondern „digitale und kreative Ressourcen dort zugänglich zu machen, wo sonst die Mittel dazu fehlen“.  Aber schaut selbst bei YOUVO vorbei.

Und wieder ist das SOS-Mütterzentrum in Salzgitter mutiger Vorreiter in Sachen demographischer Wandel: Ab August werden Kinder und ältere Menschen in einem Modellprojekt gemeinsam betreut. Erzieherinnen und Altenpflegerinnen werden intensiv im generationenübergreifenden Arbeiten geschult, das Haus wurde umgestaltet. „Es gibt eine gemeinsame Wohnküche zwischen den beiden Gruppenräumen, denn den Mahlzeiten, die zusammen vorbereitet und zusammen gegessen werden, kommt eine besondere Bedeutung zu“, sagt Hildegard Schooß, Initiatorin der Mütterzentrumsbewegung. „Die neuen, nah beieinander liegenden Räumlichkeiten laden auch zu Besuchen ein: Vorlesen im Kinderzimmer, basteln bei den Senioren, Blumenpflege auf dem Laubengang und Musizieren im Gartensalon“, fügt sie hinzu.


Gelegenheiten zur Begegnung von Jung und Alt gab es auch bisher in dem großzügig angelegten Haus samt Garten. Aber die gemeinsame Betreuung geht weit darüber hinaus und hilft, dass aus Begegnungen auch wirklich Beziehungen werden.


Auf dem Fachtag: „Offene Gesellschaft – Wir blicken über den Alltagsrand“, war sogar Außenminister Sigmar Gabriel zu Gast in Salzgitter, denn die Stadt gehört zu seinem Wahlkreis. „Mein größter Wunsch in jungen Jahren war es, mit Kindern und Großeltern gemeinsam am Frühstückstisch zu sitzen. Das SOS-Mütterzentrum in Salzgitter habe ich schon immer als Idee des Zusammenkommens kennen gelernt“, meinte der Politiker.


Wir wünschen dem Projekt viel Erfolg und hoffen, dass die Idee Schule macht.

„Falls ihr möchtet, dass in der Zeitung über euer Zentrum berichtet wird, schreibt nicht an den Chefredakteur, sondern an Volontäre und Praktikanten. Die sind immer auf der Suche nach Themen, stecken noch voller Elan und sitzen irgendwann selbst fest im Sattel.“ Das ist nur einer der vielen Tipps, die der Medienprofi Thomas Friemel den Teilnehmerinnen des Fachtags „Wurzeln und Wahrnehmung“ in Leipzig gab.


„Auch nicht die PM mit „Sehr geehrtes Redaktionsteam“ beginnen, sondern konkret die Person mit Namen anschreiben, die über euch berichten soll“, empfahl er außerdem.
Vielen Frauen gefiel auch die Idee, sich mal für einen Tag einen Profifotografen zu leisten, der tolle Fotos von dem Treiben im Mütterzentrum macht, und damit einen Fundus an guten Bildern anzulegen.


Neben praktischen Ratschlägen ging es aber auch um die Fragen: Wo kommen wir her und was bedeutet das für die Zukunft? Welches Problem wollen wir lösen und welcher Zustand tritt ein, wenn wir erfolgreich sind? In einem nächsten Schritt wurde analysiert, welche der eingesetzten Mittel tatsächlich der Verwirklichung unserer Vision dienen.
Einer Vision, die bei vielen Mütterzentren in den Slogans steckt, in deren Kern es meistens darum geht, dass unsere Gesellschaft die Familie, in all ihren Erscheinungsformen, als Glücksspender wahrnimmt.


Unser nächster Workshop zum Thema Öffentlichkeitsarbeit ist am 28. September in Limburg.

Der Bundesverband der Mütterzentren unterstützt die BRIGITTE-Aktion #Pinkfirst: Gemeinsam für Demokratie, Freiheit und Frauenrechte. Erkennungszeichen ist ein pinkfarben lackierter Fingernagel.Pink First BV MZ 2

 

Mütter entscheiden selber wie sie leben wollen.
Für uns haben Frauen und Männer gleiche Rechte und Pflichten - sowohl im privaten als auch im öffentlichen Leben.

 

PinkFirst BV MZ Medium

 

 

Wo steht der Bundesverband und wo wollen wir hin? Wie erreichen wir unsere Ziele mit möglichst großer Wirkung? Und steht der Aufwand dazu in einem vernünftigen Verhältnis?
Drei Tage Ideenaustausch an einem paradiesischen Ort in Brandenburg. Dabei konnten wir von den Erfahrungen der Frauen aus der Anfangszeit der Mütterzentrumsbewegung genauso profitieren, wie von den Beiträgen der Kolleginnen, die zum ersten Mal in unserem Steuerungskreis waren. Und die gleich entschieden haben: "Hier machen wir mit!".

Zwischendurch gab es Zeit für eine Bootsfahrt auf der Havel mit Kormoranen, die sich mit ausgebreiteten Flügeln in den Baumwipfeln gesonnt haben. Köstliches Essen, einen Storch auf dem Dach und ein Klangstein-Konzert in der Jurte mit Uwe Steckhan, der auch die schönen Fotos geschossen hat.

 

Steuerungskreis in ParetzGeschäftsführerin Christiane Liebendörfer

Vorstandsfrau Ute LatzelBootsfahrt

Wurzeln und Wahrnehmung
Mit richtiger Strategie und einfacher Story in die Öffentlichkeit

Fachtag des Bundesverbands der Mütterzentren e.V.

 

Kommunikation und Identität sind das Thema des diesjährigen Fachtags am 20. Mai 2017 in Leipzig. Ein Schwerpunkt ist dabei die Frage der eigenen Verortung: Wo kommen wir her? Was bedeutet Mütterlichkeit in diesem Kontext? Was macht uns aus, gerade hier in Deutschland und mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahre?

Diese Überlegungen sind auch vor dem Hintergrund der aktuellen Ausschreibung zum Praktissima-Preis relevant. Sie stellt dieses Jahr die Frage, was Mütterlichkeit für die Mütterzentren bedeutet, egal welchen Namen sie heute tragen – ob Mütterzentrum, Eltern-Kind-Zentrum oder Nachbarschaftszentrum. Der Fachtag kann also bei der Vorbreitung zur Praktissima Bewerbung wichtige Impulse geben.

Herangehensweise

Wir werden uns dem Themenkomplex aus Herkunft, Vision und Verortung auf zwei Ebenen annehmen.

Zum einen auf der Ebene der Identitätsentwicklung: Wofür treten wir ein? Was macht uns aus? Wie finde ich meinen Wesenskern, ohne mich zu verzetteln.
Hier soll es darum gehen, den Kern der in der Organisation gemeinsamen Identität wiederzufinden und ihn im Sinne einer Zukunftsorientierung zu interpretieren. Es werden Methoden aufgezeigt, die dabei helfen, die gemeinsame Vision einer angestrebten Entwicklung zu formulieren und in der Organisation zu verankern.

Zum zweiten auf der Ebene der Identitätsvermittlung: Wie vermittele ich anderen, was ich will und was ich tue? Wie erzähle ich meine Geschichte? Wie gewinne ich andere für meine Ziele? In diesem Teil wollen wir konkrete Hilfestellungen geben, das eigene Selbstverständnis so zu kommunizieren, dass es andere nicht nur verstehen, sondern auch gut finden, ja bestenfalls sogar aktiv unterstützen. Dazu führen wir in das Wesen des Storytellings ein und üben anhand von konkreten Beispielen.

Programm

10.00 Uhr – Mütterzentren
Begrüßung und einleitende Worte im Mütterzentrum Leipzig

10.30 Uhr – Keynote Vom Kern zur Kommunikation
Nur wer seine Identität kennt, begeistert andere.

11.00 Uhr  - Aufteilen in Workshop-Gruppen
Geleitet werden die Workshops vom Berliner Kommunikationsbüros für Social Entrepreneurship "Kombüse". Zu ihren Kunden gehören Organisationen und Unternehmen wie Wellcome, Slow Food Deutschland, die GLS Bank und viele mehr.

11.15 Uhr – Workshop A: Wer bin ich und wenn ja wie viele? - Vom Finden der eigenen Identität (als Grundlage der Kommunikation)
Workshop B: Mutter erzähl mir mal eine Geschichte - Wie man seine Story findet und richtig erzählt.

12.45 Uhr – Mittagspause
Arbeitspause und Zeit für den persönlichen Austausch

13.45 Uhr – Workshop A / Workshop B

15.15 Uhr – Zusammenkommen im Plenum

15.30 Uhr – Abschlussrunde im Plenum
Zusammenführung der Ergebnisse

ca. 16.00 Uhr – Ende des Fachtags

16.30 Uhr – Mitgliederversammlung des Bundesverbands der Mütterzentren e.V.

 

Tagesordnung als PDF.

Jetzt anmelden.

 

Für Teilnehmer*innen, die am Vorabend anreisen möchten
Wir wollen uns um 17.00 Uhr für eine Stadtführung Leipzig - Wiege der deutschen Frauenbewegung treffen. Für den Abend ist ein lockeres Zusammensitzen und Austauschen in einem Lokal vor Ort möglich. Wer später ankommt, kann gerne noch dazu kommen.
Wir freuen uns auf Euch.

Bitte unterstützt das Eltern-Kind-Zentrum in München-Schwabing mit eurer Unterschrift. Erst hat sich ein Nachbarpaar über Kinderlärm beschwert, jetzt fordert es mit einer Unterlassungsklage, dass die Räumlichkeiten anders genutzt werden. Über fünf Jahre dauert der Streit schon und kostet die engagierten Elki-Mitarbeiterinnen Geld, Zeit und Nerven.
Mütterzentren werten Nachbarschaften auf. Machen sie lebens- und liebenswerter. Sie sind kein öffentliches Ärgernis.

Mit Eurer Unterschrift jetzt das Elki unterstützen.

> Aktuelles:

Für einen freien Zugang zu Informationen über Schwangerschaftsabbrüche – §219a StGB aufheben!

In einem offenen Brief fordert der Bundesverband der Mütterzentren e.V. in einem breiten Bündnis von 26 Verbänden und Organisationen §219a StGB aufzuheben. Die unterzeichnenden Organisationen fordern... weiterlesen

Mütterzentren sind Impulsgeberinnen

Mitgliederversammlung und Fachtag

Selbst inspirieren und inspiriert werden. Gemeinsam mehr bewegen.

Mütterzentren beleben seit vielen Jahren Nachbarschaften, Stadtteile, Gemeinden und Städte. Sie... weiterlesen

Wir leben Leben rgbLogo OHJA ohne Verbandsname rgb

logo ashokaLogo Robert Bosch Stiftunglogo BfFSFJ rgbapfelbaum logo rgb kl