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Das Bundesverbandstreffen in Limburg: Ein voller Erfolg!
Gastgeberinnen bei dem diesjährigen Treffen waren die Frauen des Familienzentrums Müze in Limburg, allen voran die Geschäftsführerin Sigrid Múndlein. Wir wurden in dem Haus, das im Zentrum des schönen Städtchens liegt, freundlich empfangen und köstlich bewirtet. (Weiter...) 


Interview mit Kostas Petropulos - „Es kann doch nicht ein einziges Lebensmodell zum Standard der Gesellschaft erklärt werden!“
Unermüdlich fordert Kostas Petropulos, Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen, dass der Auftrag des Bundesverfassungsgerichts  endlich eingehalten wird. Der lautet:  „Es ist Aufgabe des Staates, für Eltern die Wahlfreiheiten bei der Art der Kinderbetreuung in ihren tatsächlichen Voraussetzungen zu schaffen.“(Mehr...)

Praktissima-Ausschreibung 2012
"Unser Mütterzentrum im Jahr 2020 - Zukunftsvisionen und wie wir sie verwirklichen könnten" (Mehr Informationen)

Forschungsobjekt: Mütterzentren/ Mehrgenerationenhäuser

Seit ihrem Bestehen sind Mütterzentren/Mehrgenerationenhäuser Forschungsgegenstand verschiedener Institutionen. Die Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis ist für beide Seiten fruchtbar. Zwei aktuelle Beispiele kommen aus Hamburg und Salzgitter:
 

Nachbarschatz reagiert auf gesellschaftliche Trends

In einem Seminar über die Konsequenzen des demographischen Wandels untersuchten Studenten der Bundeswehr Universität die Wirkung des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser am Beispiel des MGH Nachbarschatz in Hamburg Eimsbüttel. (hier geht’s zur Studie)

Fünf Trends formulierten die Studenten am Anfang ihrer Arbeit: die „Verjüngung des Alters“, also die Tatsache, dass Menschen auch bis ins hohe Alter aktiv sind, immer mehr Menschen, finanziell abgesichert früh in die Rente gehen, sowie Vereinzelung, mangelnde Kontakt zur Familie und eine Feminisierung des Alters, weil Frauen eine höhere Lebenserwartung haben.

Die Studenten gingen der Frage nach, ob der Nachbarschatz der Idee gerecht wird, eine Art Dorfgemeinschaft für den Stadtteil Eimsbüttel zu schaffen, um so der Vereinsamung entgegenzuwirken und die Potenziale der Einwohner zu nutzen. Dafür wurde untersucht, wer sich wie im Nachbarschatz aktiv einbringt.

Mehr als die Hälfte der Nutzer und Aktiven sind zwischen 30 und 49 Jahren, zum großen Teil weiblich und fungiert als Mittler zwischen allen anderen Generationen. 67% der Befragten besuchen schon seit über einem Jahr den Nachbarschatz und geben ihm eine bedeutende Rolle in ihrem Leben. 20% der Besucher, so die Studenten, können zur bildungsfernen Schicht gezählt werden. Positiv sei, dass die älteren Besucher aktiv in die Kinderbetreuung einbezogen werden. Sie sind es auch, die für die die haushaltsnahen Dienstleistungen besonders wichtig sind.

Das Fazit der Studenten: Der Nachbarschatz ist ein öffentlicher Treffpunkt mit familiärer, weltoffener Atmosphäre, wo Begegnung, interkultureller Austausch, Betreuung, Beratung und Bildung ohne Berührungsängste stattfinden kann.
 

Von der Mütterzentrumsgründerin zur Sozialunternehmerin

Eine von der Hans Böckler Stiftung geförderte und der Freien Universität durchgeführte Studie geht der Frage nach, wie Sozialunternehmer den öffentlichen Dienst beeinflussen und verändern können. Dafür wurde Hildegard Schooss interviewt. Als geistige Patin des Konzepts der Mütterzentren und Mehrgenerationenhäuser gilt sie als Expertin für den Bereich soziale Verantwortungsübernahme und privates Bürgerengagement. Die Ergebnisse der Studie werden Anfang des Jahres veröffentlicht. (bs)


Ende der Platznot im MGH Nachbarschatz in Hamburg!

Dringend benötigte Geldmittel bewilligt.

„Endlich haben wir das Geld zusammen! Wir können in die Amandastraße umziehen“, freuen sich die Frauen des Mehrgenerationenhauses Nachbarschatz e.V. in Eimsbüttel. In den jetzigen Räumen in der Müggenkampstraße übersteigt die Nachfrage nach den vielfältigen Angeboten schon lange die räumlichen Kapazitäten.

Seit fünf Jahren bemühen sich die aktiven Mitarbeiterinnen um Mittel für einen Umzug. Ihr Wunschgebäude hatten sie schon gefunden: das ehemalige „Haus für Alle“ in der Amandastraße 58. Doch um die unteren drei Etagen des  fünfgeschossigen Hauses zu beziehen, fehlten 1,2  Millionen Euro für den Umbau.

Das Geld für die insgesamt 1,200 Quadratmeter Fläche kommt jetzt aus drei Quellen: dem Krippenausbauprogramm, der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg und der Hermann - Reemtsma-Stiftung.

Der aus einem 1989 gegründeten Mütterzentrum hervorgegangene  Nachbarschatz ist ein Modellbeispiel für das Wiederbeleben nachbarschaftlicher Strukturen und einer Zusammenarbeit von Festangestellten und Freiwilligen auf Augenhöhe. Sein Herzstück ist der „offene Treff“, in dem nicht selten Wahlverwandtschaften zwischen jungen Familien, Jugendlichen und älteren Menschen unterschiedlichster Herkunft entstehen.

Frühförderung, Kinderbetreuung, Mittagstisch, Erzählsalons, aber auch Massage, Wäscheservice und andere haushaltsnahe Dienstleistungen bieten eine Entlastung im Alltag. In der Amandastraße sollen vor allem die Dienstleistungsangebote in den Stadtteil hinein, Angebote für ältere Menschen und junge Familien ausgeweitet werden. Außerdem will der Nachbarschatz mit den Betrieben des Stadtteils kooperieren. Spenden Geschäfte Naturalien, können sie kostenlos Dienste des Hauses in Anspruch nehmen.

Beatrice Schilling


Mütterzentren-volle Kraft voraus!                                            

Unter dem Motto „Mütterzentren - volle Kraft voraus - starke Mütterzentren bundesweit“ fand das diesjährige Bundesverbandstreffen im September in Langen statt. Gegründet 1986 und seit 2006 Mehrgenerationenhaus, ist das Zenja (Zentrum für Jung und Alt) mit seiner bewegten Geschichte, seinen unzähligen Kooperationen und Projekten, eines der spannendsten Mütterzentren bundesweit. (www.zenja-langen.de)

An mehreren Tischen diskutierten Moderatorinnen mit Teilnehmerinnen in kleinen Gruppen nach der World Cafe- Methode über ein Thema. Wer wollte, notierte wichtige Gedanken auf den Tischdecken. Dadurch wurde das kollektive Wissen nicht nur mündlich weitergegeben, sondern auch sichtbar gemacht, bevor die Teilnehmerinnen zum nächsten Tisch wechselten.
 

Neuer Name, neues Image?

Tanja Brückelt, Familienbande Kamen, besprach in ihrer Runde das Thema „Image Kampagne“, in der es vor allem um eine Namensänderung der Mütterzentren ging. Spiegelt ein Name wie OHJA! (Offenes Haus für Jung und Alt) den demographischen Wandel, der sich nicht nur außerhalb, sondern auch innerhalb der Mütterzentren vollzieht, treffender wider? Wäre der Name weniger erklärungsbedürftig und gelänge es uns daher eher potentielle Geldgeber zu erreichen? Wie würden ein neues Logo, eine erfolgreiche Imagekampagne und die Öffentlichkeitsarbeit dazu aussehen?

Das Thema wurde kontrovers diskutiert. Herauskristallisiert hat sich jedoch der Gedanke, den Bundesverband nicht umzubenennen, denn der Name sollte öffentlich sichtbar bleiben. Schließlich steht der Name für jahrelange politische Arbeit, Identität, Qualität und Zusammengehörigkeitsgefühl und ist Pate für die international arbeitenden Verbände.

OHJA! sei allerdings ein guter Name für einzelne Produkte oder Marken, z.B. das Curriculum.
 

Generationenwechsel

Bundesvorstandsfrau Cornelia Hoenigschmid fragte in ihren Diskussionsrunden, wie ein gelungener Generationenwechsel aussieht und wie die einzelnen Mütterzentren ihre Suche nach Nachfolgern gestalten.

Mehr Transparenz wünschten sich die Teilnehmerinnen und schlugen die gelegentliche Teilnahme an den Vorstandssitzungen und die Veröffentlichung von Protokollen vor. Mögliche Nachfolgerinnen sollten persönlich angesprochen und ermuntert werden und langsam in ihre Aufgaben hineinwachsen können.

Da viele Frauen heute schneller in ihren Beruf zurückkehren, sei es außerdem wichtig zu überlegen, wie die „kurze Elternzeit“ genutzt und Plenumssitzungen neu organisiert werden können.

Eva Sowa, Landesverband NRW, moderierte an ihrem Tisch das Konzept, das hinter dem Curriculum für Gastgeberinnen und dem guten Siegel steht. Gabi Friedrich vom SOS-Mütterzentrum Zwickau diskutierte mit den Frauen über Alltagsgeschichten.

Das „Prinzip Gastgeberin“ wunderbar in die Praxis umgesetzt, haben die Langener Frauen mit guter Laune, einem leckeren Kuchenbuffet, Grillen im Garten und einer entspannenden Handmassage für alle Teilnehmerinnen.

Beatrice Schilling, Pressereferentin, Mütterzentren Bundesverband e.V.


Erster Besuch bei Familienministerin Kristina Schröder

Am 17. Mai 2011 wurden Cornelia Hönigschmid, Hildegard Schooss und Eva Sowa
zu einem Gespräch in Berlin empfangen, um die Arbeit der Mütterzentren und
des Mütterzentren Bundesverbandes vorzustellen.

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„Es ist enorm, was ihr Verband ehrenamtlich leistet“ 
begrüßte Familienministerin Schröder ihre Besucherinnen.

Themen waren u.a. der offene Treff und welche Voraussetzungen dafür
notwendig sind, das Gute Siegel, um Qualitätskriterien für Mütterzentren
zu entwickeln und die Wirkungsmessung.


5.000 Euro für jedes Mehrgenerationenhaus
Niedersachens Sozialministerin Aygül Özkan will ab 2012 die niedersächischen Mehrgenerationenhäuser mitb einem Betrag in Höhe von bis zu 5.000 Euro unterstützen.
..... Link folgen

 

Verantwortung unternehmen
Wie seinerzeit Robert Bosch „unternehmen“ auch heute zahlreiche Menschen in Deutschland Verantwortung: Angetrieben werden sie von dem Wunsch, ihr Lebensumfeld zu verbessern.
Sie schützen das Klima, stärken Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen oder setzen sich für mehr Toleranz in der Gesellschaft ein.

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Alle unter einem Dach - Familien halten zusammen. Aber was, wenn die Verwandtschaft weit weg oder nicht intakt ist?
Hildegard Schooß suchte nach einer Antwort – und gründete die Mütterzentren, aus denen später die Mehrgenerationenhäuser entstanden.



Interview mit Hildegard Schooß (Thema : soziales Unternehmertum)
auf dem Internetportal: engagiert in deutschland.de

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Ashoka-Preis für unsere Ehrenvorsitzende: Hildegard Schooß

Ashoka, die erste und größte Organisation zur Förderung von Sozialunternehmertum, hat sich auf die Unterstützung von Personen spezialisiert, die eine innovative Lösung für ein soziales Problem entwickelt haben. Ashoka wählt aber auch Vorbilder aus, die bereits den Sektor verändert haben - ein Beispiel dafür ist Hildegard Schooß. Mit Mütterzentren und Mehrgenerationenhäusern hat sie seit den 1970er Jahren ein innovatives Raumkonzept entwickelt, das Menschen jeglichen Alters und Herkunft die Möglichkeit gibt, sich gemäß ihren persönlichen Begabungen in eine moderne Solidargemeinschaft einzubringen, die ähnlich funktioniert wie früher eine Dorfgemeinschaft. „Das Generationenhaus ist ein lebendiges und wunderbares Konzept, das sich unglaublich entwickelt und immer mehr angenommen wird", so Schooß.

Photo Hildegard Schooß
Ashoka Auszeichnung für Hildegard Schooß

 

 

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