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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Rahmen des Projektes Wissenschaftsjahr Zukunftsstadt: "Quartiere, Stadtteile & Gebäude", um einen Beitrag von Hildegard Schoss, SOS-Mütterzentrum Salzgitter, gebeten.

Die Bedeutung von Mehrgenerationenhäusern

„Dialog ist nicht genug, Begegnungen entscheiden.“
Anna Lindh, schwedische Außenministerin († 2003)

Ausgangslage

Die Generationen leben zunehmend nicht mehr in räumlicher Nähe, so fehlen Gelegenheiten für spontane Begegnungen zwischen Jung und Alt. Diese neuen Lebensbedingungen wirken sich erheblich auf das Leben in Nachbarschaften aus: Wer den Nachbarn nur vom Sehen kennt, fühlt sich nicht mitverantwortlich. Der verbreitende Rückzug ins Private bis zur Anonymität hat Folgen, mit allen Defiziten, die so oft beschrieben und beklagt werden.

Wie gelingt die Umkehr?

Benötigt werden alltägliche Gelegenheiten zur Begegnung, mit Dienstleistun­gen und vielfältigen lebensnahen Lernfeldern sowie verlässlichen sozialen Kontakten und Beteiligung für und mit Jung und Alt, die den sozialen Bedürf­nissen der Menschen von heute entsprechen. Ein erfolgreiches Praxisbeispiel ist das Konzept des SOS-Mütterzentrum Salzgitter – Mehrgenerationenhaus mit dem Prinzip OHJA – das Offene Haus für Jung und Alt. Seit mehr als 35 Jahren werden hier neue Wege entwickelt, die schon vielfach übertragen und Vor­bild für die Mehrgenerationenhäuser und andere Konzepte offener Begeg­nung wurden.

Das Herzstück ist die offene generationsübergreifende und integrative Struktur für alle Menschen im Stadtteil oder der Nachbarschaft. Nach dem Vorbild der alten Großfamilie werden Wahlfamilien gebildet, die – ohne miteinander ver­wandt zu sein – Menschen auf familiäre Weise nach ihren Bedürfnissen und Kompetenzen beteiligen.

Das Offene Haus funktioniert in der Stadt und auf dem Land, es wirkt wie ein öffentliches Wohnzimmer mit dem Ziel der alltäglichen Begegnung von Jung und Alt. Das Angebot orientiert sich an den Alltagsbedürfnissen der Menschen, sie lernen sich kennen und machen etwas miteinander. So wird soziales Verhalten ganz selbstverständlich erfahren und geübt, daraus ent­wickeln sich nachbarschaftliche Gemeinschaften mit gegenseitiger Zuwen­dung, Empathie und Betreuung. Auf diese Weise gedeiht verantwortliches Leben in Stadt und Land!

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