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Eine allgemeine Kindergrundsicherung, die Anerkennung unterschiedlicher Familienformen und mehr Zeit, um Familie auch zu leben – das sind die Forderungen des Zukunftsforums Familie e.V. (ZFF), in dem der Bundesverband der Mütterzentren Mitglied ist. Grund für ein paar Fragen an den ZFF-Geschäftsführer Alexander Nöhring:

Welche Strategien nutzen Sie, um eine gerechtere Verteilung der Familienleistungen zu erreichen?

Wir besuchen Anhörungen, werden in Arbeitsgruppen einbezogen, speisen Positionspapiere in den politischen Prozess ein, veranstalten Fachtagungen und unterstützen Kampagnen für eine gerechtere Verteilung der Familienleistungen.

Was versteht das ZFF darunter?

Nicht die Ehe sollte vom Staat gefördert werden, sondern die Familie. Wir sind gegen negative Erwerbsanreize wie das Ehegattensplitting und die beitragsfreie Mitversicherung der Ehefrau.

Besteht da nicht die Gefahr, dass der Gesetzgeber schneller sein könnte als der soziale Wandel? Ähnlich wie bei der Änderung des Unterhaltsrechts 2008?

Das stimmt. Für Paare, die ihr Lebensmodell zu einer anderen Zeit und unter anderen Voraussetzungen geplant haben müsste es eine Übergangsregelung geben. Trotzdem ist es wichtig, jetzt die ganze Vielfalt der Fürsorgegemeinschaften wie Ein-Eltern-, Regenbogen-, Patchwork-, und Wahlfamilien anzuerkennen und abzusichern.

Ein anderes Thema des ZFF ist die Kindergrundsicherung. Wie soll die finanziert werden?

Die Erhöhung der Erbschaftssteuer und die Einführung einer Vermögenssteuer wären gute Instrumente, um eine bessere Familienpolitik auf die Beine zu stellen.

Beschäftigt sich das ZFF mit geflüchteten Familien?

Ja, wir diskutieren die Frage der Familienzusammenführung, denn unserer Ansicht nach müssen alle Familien die Chance haben, miteinander und würdig leben zu können.

Wie bereitet ihr euch auf den Bundestagswahlkampf vor?

Wir aktualisieren gerade unser Grundlagenpapier. Der Entwurf geht an alle Mitglieder und wir hoffen, dass möglichst viele verschiedene Gruppen inhaltlich mitgestalten. Darüber tragen wir unsere Positionen auf unterschiedliche Weise an die politischen Parteien heran. Noch vor der Bundestagswahl wollen wir uns mit dem Thema Wertebildung in Familien und Rechtsnationalismus auseinandersetzen. “

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