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Bundesverband der Mütterzentren e.V.

Kompetenznetz Einsamkeit V2Zum Auftakt der Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ fand in Berlin die 5. Konferenz des Kompetenznetz Einsamkeit statt. Gleichzeitig wurde die neue Allianz gegen Einsamkeit gestartet, die vom Bundesfamilienministerium initiiert wurde.

Unsere Vorständin Yvonne war für den Bundesverband vor Ort. Für uns wurde dabei noch einmal deutlich: Einsamkeit kann alle treffen, in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenslagen. Und da sie oft privat bleibt, muss es offene Begegnungs- und Vernetzungsmöglichkeiten geben.

Genau hier sind Mütterzentren wichtig. Sie schaffen offene Orte im Quartier, an denen Menschen niedrigschwellig miteinander in Kontakt kommen können. Niemand muss eine Diagnose, einen Antrag oder einen Nachweis mitbringen. Menschen können einfach kommen, mit ihren Kindern, ihren Fragen, ihrer Erfahrung und ihrem Wunsch nach Begegnung.

Kompetenznetz Einsamkeit V1Die Konferenz hat gezeigt: Gegen Einsamkeit braucht es verlässliche Netzwerke, gute lokale Strukturen und Orte, die Menschen tatsächlich erreichen. Einsamkeit wird dort spürbar, wo Menschen leben: im Stadtteil, im Dorf, in der Nachbarschaft.

Ein praktischer Impuls: Auch Stadtbüchereien verstehen sich zunehmend als Orte für Begegnung, Selbsthilfe und Austausch. Vielleicht gibt es auch bei euch eine Bücherei, mit der gemeinsame Angebote, Vorträge oder Begegnungsformate möglich wären?

Unser Fazit: Einsamkeit lässt sich nicht mit einzelnen Aktionen lösen. Es braucht dauerhaft offene Orte, weniger Hürden für Engagement und starke Gemeinschaften vor Ort. Mütterzentren leisten dazu jeden Tag einen wichtigen Beitrag.

Deutscher Gemeinsamkeitspreis 48x36.1Bewerbt euch jetzt: Das Kompetenznetz Einsamkeit und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergeben 2026 erstmals den Deutschen Gemeinsamkeitspreis. Ausgezeichnet werden Projekte, Organisationen und Initiativen, die Einsamkeit verringern und soziale Verbundenheit stärken.

Wir möchten euch ausdrücklich ermutigen, euch mit euren Projekten zu bewerben. Zeigt, wie vielfältig eure niedrigschwelligen Begegnungsangebote gegen Einsamkeit wirken: im offenen Treff, in Gruppenangeboten, durch Nachbarschaftshilfe und generationenübergreifende Projekte oder einfach durch Orte, an denen Menschen willkommen sind.

Das Preisgeld beträgt insgesamt 25.000 Euro. In jeder Kategorie werden drei Projekte ausgezeichnet: mit 3.000 Euro, 2.000 Euro und 1.250 Euro.

Bewerbungen sind bis zum 16. August 2026 möglich.

Weitere Informationen und Bewerbung findet ihr hier.

Broschüre Einsamkeit 48x36.1Einsamkeit ist oft unsichtbar. Sie ist das fehlende Gespräch im Alltag, der leere Vormittag oder das Gefühl, mit Verantwortung allein zu sein.

Für Mütterzentren ist dieses Thema zentral. Denn Einsamkeit betrifft nicht nur ältere Menschen. Auch Mütter, Alleinerziehende, Menschen mit Sorgeverantwortung, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationsgeschichte oder Menschen in Umbruchsituationen können Einsamkeit erleben. Wer viel Sorgearbeit leistet, hat oft weniger Zeit, Kraft und Möglichkeiten für soziale Teilhabe.

Mütterzentren setzen genau dort an: mit offenen Türen, verlässlicher Begegnung und echter Zugewandtheit. Sie sind Orte, an denen niemand erst ein Problem nachweisen muss, um willkommen zu sein.

Der Landesverband der Mütterzentren NRW hat das Thema Einsamkeit bereits 2023 im Rahmen des digitalen Fachtags Familie aufgegriffen und dazu die Broschüre „So lonely! Wie unsere Netzwerke gegen Einsamkeit wirken“ veröffentlicht. Darin werden Mütterzentren und Mehrgenerationenhäuser als öffentliche Wohnzimmer beschrieben: als niedrigschwellige Begegnungsorte im Quartier, an denen Menschen willkommen sind, miteinander ins Gespräch kommen und eigene Erfahrungen einbringen können.

Für uns als Bundesverband der Mütterzentren ist klar: Gegen Einsamkeit reichen einzelne Projekte nicht aus. Es braucht Orte, die dauerhaft offen sind, Vertrauen wachsen lassen und Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit ernst nehmen. Mütterzentren sind solche Orte.

Zum Weiterlesen:
Die Broschüre „So lonely! Wie unsere Netzwerke gegen Einsamkeit wirken“ des Landesverbands der Mütterzentren NRW
Digitaler Vortrag von Jun.-Prof. Dr. Susanne Bücker zum Fachtag Familie 2023 des Landesverbandes der Mütterzentren in NRW e.V.

MZ Braunschweig V1Nicht jede Familie hat Großeltern vor Ort. Manchmal leben sie weit weg. Manchmal sind sie früh verstorben. Manchmal gibt es keinen Kontakt. Was dann fehlt, ist oft mehr als praktische Unterstützung. Es fehlt ein Mensch mit Zeit, Lebenserfahrung und einem offenen Ohr.

Genau hier setzt die Wunschgroßelternvermittlung im Mütterzentrum Braunschweig an. Seit 2006 bringt das Mütterzentrum Familien mit älteren Menschen zusammen, die Freude am Kontakt mit Kindern haben und sich eine sinnvolle Aufgabe wünschen. In diesem Jahr feiert das Projekt sein 20-jähriges Bestehen.

Die Anfragen zeigen, wie groß der Bedarf ist. Da ist die alleinerziehende Mutter, die Arbeit und drei kleine Kinder vereinbaren muss und sich jemanden wünscht, dem sie auch einmal ihr Herz ausschütten kann. Da ist der Vater, der nach dem Tod seiner Frau eine vertraute weibliche Bezugsperson für seine Kinder sucht. Und da sind ältere Menschen, deren eigene Familie weiter weg lebt und die sich wünschen, wieder Teil eines lebendigen Familienalltags zu sein.

MZ Braunschweig V4Das Mütterzentrum Braunschweig bringt diese Menschen nicht einfach nur zusammen. Es begleitet die ersten Schritte sorgfältig, nimmt Familien und Wunschgroßeltern auf, führt Gespräche, bereitet passende Begegnungen vor und bleibt auch nach einer Vermittlung ansprechbar.

Wie viel dabei entstehen kann, zeigt eine Szene aus einem Kennenlerngespräch. Ein Schulkind trifft zum ersten Mal einen möglichen Wunschgroßvater. Das Kind hat lange auf eine Vermittlung gewartet. Am Ende verabschiedet es sich mit den Worten: „Ich bin mir sicher, dass Sie genau der richtige Großvater für mich sind.“

Solche Momente zeigen, worum es im Kern geht: Einsamkeit betrifft nicht nur eine Altersgruppe. Familien können sich einsam fühlen, wenn Unterstützung fehlt. Ältere Menschen können sich einsam fühlen, wenn der Alltag still wird. Kinder können etwas vermissen, wenn vertraute ältere Bezugspersonen fehlen.

In Braunschweig sind in den vergangenen zwanzig Jahren rund 400 Vermittlungen entstanden. Viele Wunschgroßeltern treffen „ihre“ Familien regelmäßig, begleiten Kinder über Jahre, hören zu, spielen, gehen nach draußen oder sind einfach da.

MZ Braunschweig V3Das ist keine klassische Dienstleistung, es ist gelebte Familienselbsthilfe. Hier wird deutlich, wie Mütterzentren gegen Einsamkeit wirken: nicht mit schnellen Lösungen, sondern mit Beziehungen, die wachsen dürfen.

Gerade deshalb sind Projekte wie die Wunschgroßelternvermittlung so wertvoll. Sie machen sichtbar, was Mütterzentren seit Jahrzehnten stark macht: offene Türen, gelebte Gemeinschaft und die Überzeugung, dass Sorgearbeit nicht allein in der Familie bleiben darf, sondern eine gemeinsame Aufgabe ist.

Danke an Nina Schenk und Melanie Moronga vom Mütterzentrum Braunschweig für die Einblicke in die Wunschgroßelternvermittlung.

Vorstand 48x36.1Am 11. Juni haben wir während unserer Mitgliederversammlung unseren neuen Vorstand gewählt. Unsere drei Vorständinnen werden uns in den kommenden drei Jahren begleiten und nach außen vertreten.

Yvonne Plöger vom MuM Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum Münster wurde als Vorständin bestätigt. Sie beginnt ihre dritte Amtszeit und bringt ihre Perspektive zu Teilhabe, Frauengesundheit und Inklusion ein.

Daniela Hettich vom Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart-West wurde ebenfalls für eine dritte Amtszeit bestätigt. Ihr Schwerpunkt liegt auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Sichtbarmachung von Sorgearbeit.

Sarah Bock vom Mütterzentrum Langen wurde neu in den Vorstand gewählt. Sie setzt sich besonders für die Zukunft der Mütterzentren als wichtige Anlaufstellen für Mütter, Frauen und Familien ein.

Nach vier Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit verabschieden wir Angela Sgro vom MütZe Ingelheim aus dem Vorstand. Sie ist zur neuen Wahlperiode nicht erneut angetreten. Danke, liebe Angela, für deine Zeit, deine Treue und dein Engagement für die Mütterzentren und den Bundesverband.

Herzlichen Glückwunsch an Yvonne, Daniela und Sarah und vielen Dank für euer Engagement! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit euch. Gemeinsam setzen wir uns weiter für starke Mütterzentren ein: für offene Häuser, in denen Sorgearbeit sichtbar wird, Vereinbarkeit Unterstützung findet und Gemeinschaft jeden Tag gelebt wird.

Ja. Nein. Vielleicht 48x36.1Das Bundesfamilienministerium und das Bundesjustizministerium haben ein kostenloses Magazin für Familien mit und ohne Trauschein veröffentlicht.

Darin geht es um Fragen, die im Familienalltag oft erst dann dringend werden, wenn es schwierig wird: rechtliche und finanzielle Unterschiede zwischen Ehe und nichtehelicher Lebensgemeinschaft, Sorgerecht, Unterhalt, Rente, Trennung, Krankheit und Tod.

Für Mütterzentren kann das Heft ein hilfreiches Material für die Auslage sein. Denn viele Fragen rund um Absicherung, Sorgearbeit, finanzielle Eigenständigkeit und Familienformen begegnen euch direkt im Alltag der Häuser.

Das Magazin kann kostenlos bestellt oder als PDF heruntergeladen werden:
www.bmbfsfj.bund.de/magazin

Ohrenspitz 48x36.1„Radio Ohrenspitz“ ist ein kostenfreies Hörangebot für Kinder im Vor- und Grundschulalter, das sich gut in den Alltag von Familien und offenen Einrichtungen einfügt. Die Kinder und Jugendbuchautorin Brigitte Endres stellt hier ruhige, humorvolle und sprachlich sorgfältig erzählte Geschichten zur Verfügung.

Die Hörgeschichten können gemeinsame Familienzeit bereichern, in der Kinder und Erwachsene zusammen zuhören und anschließend ins Gespräch kommen. Gleichzeitig eignen sie sich auch gut zum Alleinhören als verlässliche und kindgerechte Unterhaltung.

Auch für Mütterzentren kann das Angebot interessant sein. Die Geschichten lassen sich gut im offenen Treff, in ruhigen Phasen zwischendurch oder als Abschluss einer Gruppenzeit einsetzen. Sie schaffen Nähe, fördern Sprache und greifen Themen wie Freundschaft, Mut und Mitgefühl auf.

Das Angebot ist ohne Anmeldung frei zugänglich und über YouTube und Spotify unter „Radio Ohrenspitz“ nutzbar. Neue Folgen erscheinen regelmäßig. Den beigefügten Onepager könnt ihr gern ausdrucken und aushängen, damit Familien den QR Code direkt nutzen können

Streiktuch 46x31.6In 3 Wochen ist es so weit: Am 9. Mai gehen wir in Berlin gemeinsam auf die Straße. Wir möchten euch ermutigen, die Demo „100.000 Mütter vor dem Brandenburger Tor“ in eure Häuser, Teams und Netzwerke weiterzutragen und selbst dabei zu sein.

Die Forderungen der Kampagne machen deutlich: Sorgearbeit braucht nicht nur mehr Sichtbarkeit und Anerkennung, sondern echte Gleichstellung, wirksamen Gewaltschutz, ein geschlechtersensibles Gesundheitssystem und politische Rahmenbedingungen, die Mütter und andere Sorgeverantwortliche spürbar entlasten und stärken.

Macht die Demo bei euch vor Ort sichtbar, zum Beispiel mit Aushängen, Hinweisen in euren Gruppen oder über eure Social-Media-Kanäle. Auch kleine Protestspaziergänge können eine gute Möglichkeit sein, schon vor dem 9. Mai ein Zeichen zu setzen.

Hier findet ihr Plakate und Materialien zum Weitergeben:
Plakate und Materialien herunterladen

Mehr Infos zu den Forderungen gibt es hier:
 Zu den politischen Forderungen

Die Telegram-Gruppe zur Vernetzung findet ihr hier:
Zur Telegram-GruppeZur Telegram-Gruppe

Wir freuen uns, wenn viele von euch am 9. Mai dabei sind!

Die Bewerbungsfrist für die Praktissima 2026 läuft noch bis zum 30. Juni und wir freuen uns schon auf eure Projekte! Zeigt uns, wie ihr Gemeinschaft stärkt, Teilhabe ermöglicht und Räume schafft, in denen Menschen nicht nur ankommen, sondern auch mitgestalten können.

Unterstützt wird die Preisvergabe seit vielen Jahren von der Stiftung Apfelbaum, die auch in diesem Jahr wieder 5.000 €, 3.000 € und 2.000 € für die ersten drei Plätze zur Verfügung stellt.

Bereits heute möchten wir die Jury vorstellen:

Anja Krug Metzinger 400x400 Neu Anja Krug-Metzinger

Anja Krug-Metzinger ist freie Regisseurin und Autorin. In den letzten Jahren hat sie sich intensiv mit der Geschichte der Mutterschaft beschäftigt und gezeigt, warum Gemeinschaft und Unterstützung in der Kindererziehung so wichtig sind.

Monika Neise Monika Neise

Monika Neise, Diplom-Sozialpädagogin, bringt jahrzehntelange Erfahrung in der sozialen Arbeit mit. Sie kennt die Herausforderungen und Potenziale von Mütterzentren aus der Praxis.

Beate von Miquel 400x400 neu Dr. Beate von Miquel

Dr. Beate von Miquel, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, vereint wissenschaftliche und politische Expertise. Sie setzt sich für Gleichstellung, soziale Gerechtigkeit und bessere Rahmenbedingungen für Frauen und Familien ein.

 
Alle Infos zur Ausschreibung findet ihr hier. Habt ihr Fragen? Dann meldet euch gerne bei uns – oder schaut in den nächsten Wochen auf unseren Social-Media-Kanälen vorbei, wo wir weitere Einblicke in die Praktissima geben.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

Paragraph 48 x 36.1Seit dem 1. Januar 2026 gelten neue steuerliche Regelungen für gemeinnützige Organisationen. Für viele Mütterzentren interessant: Die Übungsleiterpauschale und die Ehrenamtspauschale wurden erhöht. Auch einige Grenzen im Gemeinnützigkeitsrecht wurden angehoben, was kleineren Organisationen mehr Spielraum geben kann.

Wichtig ist trotzdem: Nicht jede Änderung ist für jedes Haus automatisch relevant. Prüft deshalb immer, was für eure Arbeit, eure Buchhaltung und eure Regelungen vor Ort tatsächlich eine Rolle spielt, und sprecht bei Unsicherheiten mit eurer Steuerberatung.

Einen kompakten Überblick über die Neuerungen findet ihr hier:

Bundesforum Familie 48x36.1Mit der Publikation „Familien und Klima“ macht das Bundesforum Familie deutlich: Damit Familien klimafreundlich handeln können, braucht es gute Rahmenbedingungen und Orte, an denen nachhaltiges Handeln im Alltag überhaupt möglich wird.

Als Mitglied im Bundesforum Familie haben wir die Perspektive der Mütterzentren in diesen Austausch eingebracht. Denn für uns ist klar: Familienfreundlicher Klimaschutz gelingt nicht allein durch Appelle. Er braucht politische Rahmenbedingungen und Orte, an denen gemeinschaftliche Lösungen wachsen können.

Und wir sind überzeugt: Mütterzentren sind solche Orte. Hier wird jeden Tag sichtbar, wie nachhaltiges Handeln gemeinschaftlich, niedrigschwellig und alltagsnah gelebt werden kann. Beim Kochen, Tauschen, Reparieren, Weitergeben, Gärtnern und gemeinsamen Lernen entstehen konkrete Möglichkeiten für Familien.

Am Mütterzentrum Langen wird exemplarisch sichtbar, was in vielen Mütterzentren längst gelebt wird. Mit dem Projekt „wirFAIRändern“ wird dort gezeigt, wie Nachhaltigkeit und Gemeinschaft zusammenwirken. Gerade das macht Mütterzentren so wichtig: Sie verbinden soziale Fragen mit ökologischem Handeln und schaffen Räume, in denen Familien Selbstwirksamkeit erleben.

Hier könnt ihr die komplette Broschüre nachlesen.

Lesebox Übergabe

In den letzten Wochen sind 350 Vorlese- und Leseboxen in 205 Mütterzentren und offenen Häusern für Jung und Alt in ganz Deutschland angekommen! Dank der Kooperation mit der Stiftung Lesen und der Unterstützung durch die Deutsche Bahn Stiftung konnten wir diese Schatzkisten voller Geschichten bundesweit vermitteln.

Mit den Boxen ist nicht nur neuer Lesestoff in die Häuser eingezogen, sondern auch viel Freude am gemeinsamen Lesen, Vorlesen und Entdecken. Die Bücher laden Kinder und Erwachsene dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, Geschichten zu teilen und gemeinsam neue Welten kennenzulernen.

Gerade das passt so gut zu Mütterzentren: Lesen verbindet Generationen, stärkt Sprache und schafft Gemeinschaft. Ob beim Vorlesenachmittag, im offenen Treff oder ganz spontan zwischendurch – die Boxen schaffen wertvolle Momente der Begegnung. Genau deshalb ist diese Aktion so besonders. Wir sind dankbar, dass wir diese wunderbare Kooperation mit der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn Stiftung begleiten und die Boxen in so viele Mütterzentren und offene Häuser für Jung und Alt bundesweit vermitteln durften.

Wir wünschen allen großen und kleinen Lesern viel Freude mit den neuen Geschichten und unvergessliche gemeinsame Momente!

IMG 6509Die Praktissima-Ausschreibung ist veröffentlicht! Ihr findet sie auf unserer Homepage. Bitte schaut euch die aktuellen Teilnahmebedingungen an. In den kommenden Wochen teilen wir zusätzliche Informationen auch auf unseren Social-Media-Kanälen.

Mit der Praktissima machen wir sichtbar, was Mütterzentren jeden Tag leisten: Gemeinschaft stärken und Teilhabe ermöglichen. Gerade weil sich Lebensmodelle verändern und der Alltag für viele individueller und auch einsamer wird, sind Mütterzentren als soziale Infrastruktur unverzichtbar.

Die Vergabe der Praktissima wird seit 26 Jahren durch die Stiftung Apfelbaum ermöglicht, die uns das Preisgeld zur Verfügung stellt. Es erwarten euch 5.000, 3.000 und 2.000 € für die ersten drei Plätze.

Bewerbt euch bis zum 30. Juni und zeigt uns, wie ihr in eurem Haus Gemeinschaft stärkt. Welche Herausforderungen beschäftigen euer Mütterzentrum und wie reagiert ihr darauf? Wie sorgt ihr dafür, dass Menschen bei euch nicht nur ankommen, sondern auch mitgestalten können?

Hier geht es zur Ausschreibung.

IMG 6514Am Samstag, den 9. Mai 2026 findet in Berlin zum zweiten Mal die Demonstration „100.000 Mütter vor dem Brandenburger Tor“ statt. Im letzten Jahr waren wir als Teilnehmende dabei. In diesem Jahr sind wir als Bundesverband Mitveranstaltende.

Warum wir auf die Straße gehen: Mütter und andere Sorgeverantwortliche tragen jeden Tag Verantwortung für die Gesellschaft. Sie halten den Alltag am Laufen, mit Kinderbetreuung, Pflege, Organisation und emotionaler Arbeit. Trotzdem fehlen bis heute faire Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem, in der Verteilung von Sorgearbeit und in der sozialen Absicherung. Das ist keine Privatfrage, das ist eine Frage von Gleichstellung und Zukunftsfähigkeit.

Mütterzentren und daraus entstandene offene Häuser zeigen längst, wie es anders geht. In euren Zentren wird Sorgearbeit sichtbar. Gemeinschaft entsteht. Teilhabe wird möglich, auch mit Kind oder pflegebedürftigem Angehörigen. Genau diese Haltung soll in Berlin sichtbar werden.

Wir wünschen uns, dass möglichst viele Mütterzentren und offene Häuser vor Ort dabei sind. Kommt mit euren Teams, euren Ehrenamtlichen und allen, die sich verbunden fühlen. Wenn ihr Unterstützung bei Mobilisierung oder Anreiseplanung braucht, meldet euch bei uns.

Die genauen Informationen zu Ablauf und Zeiten teilen wir zeitnah.

IMG 6505Gemeinsam mit dem Mütterforum Baden-Württemberg haben wir Alleinstellungsmerkmale herausgearbeitet. Damit machen wir unsere Werte und Leitlinien nach außen sichtbar.

Mütterzentren sind aus der Frauen- und Mütterbewegung entstanden. Viele Zentren nennen sich heute Familienzentren, Eltern-Kind-Zentren, Mehrgenerationenhäuser oder Nachbarschaftstreffs. Entscheidend ist nicht der Name, sondern wie ein Zentrum arbeitet und wofür es steht.

Im Papier heben wir unsere Willkommenskultur, das Gastgeber:innen-Prinzip und die Selbstorganisation hervor. Alle Menschen können ankommen, sich einbringen und mit ihren Stärken mitgestalten.

Ein weiterer Kernpunkt ist, dass Kinder selbstverständlich dabei sind. Teilhabe wird möglich, weil Familienalltag nicht ausgeklammert wird, sondern mitgedacht und willkommen ist.

Gleichzeitig benennen wir klar, was unser Profil ausmacht. Selbsthilfegeprägte Zentren verbinden Selbstorganisation, Praxisexpertise und Empowerment mit einem klaren Einsatz für Gleichstellung. Und wir sagen deutlich, warum das politisch relevant ist. Sorgearbeit wird noch immer vorwiegend von Frauen geleistet. Mütterzentren stärken Mütter und andere sorgende Personen und machen Sorgearbeit sichtbar, würdig und teilbar.

Hier könnt ihr das Papier lesen und direkt herunterladen.

IMG 6501Seit dem 13. Januar 2026 läuft Mother’s Baby von Johanna Moder bundesweit im Kino.

Wir unterstützen den Film, weil er Themen berührt, die viele Mütter kennen, die aber gesellschaftlich noch zu oft tabuisiert werden. Der Film erzählt von einer Mutter, die nach der Geburt eine Distanz zu ihrem Baby spürt und beginnt, an allem zu zweifeln.

Mütterzentren setzen genau dort an, wo viele allein bleiben. Wir schaffen Räume, in denen Sorgen ausgesprochen werden dürfen und in denen Gemeinschaft entlastet. Mother’s Baby kann ein Anlass sein, über Erwartungen an Mutterschaft, psychische Belastungen und Selbstbestimmung ins Gespräch zu kommen.

Wenn euer Kino den Film noch nicht zeigt, fragt gerne direkt vor Ort nach. Der Verleih stellt zudem gern Material bereit. Kontakt: jip film & verleih, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

IMG 6507Das Speed Dating Ü60 im ZenJA Langen bietet Menschen ab 60 Jahren die Möglichkeit, sich in angenehmer und ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen. In einem gemütlichen Café-Rahmen stehen persönliche Gespräche, neue Begegnungen und gemeinsames Lachen im Mittelpunkt.

Conny Mahler, die Gastgeberin, hat sich bei dem Konzept am klassischen Speed-Dating-Format orientiert: In kurzen Gesprächsrunden kommen Damen und Herren miteinander ins Gespräch. Im Anschluss gibt es Gelegenheit für freien Austausch. Wer Interesse an weiterem Kontakt hat, kann dies diskret und anonym über kleine Kennenlernzettel mitteilen. Die Weitergabe der Botschaften erfolgt vertraulich und respektvoll.

Das Format zeigt, wie Mütterzentren Gemeinschaft ermöglichen, auch über klassische Familienangebote hinaus. Es schafft einen offenen, niedrigschwelligen Raum gegen Einsamkeit, stärkt Teilhabe im Alltag und bringt Menschen zusammen.

Für mehr Informationen kontaktiert gerne direkt das ZenJA Langen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

IMG 6512Ende Oktober 2025 haben wir Gabriele Friedrich im SOS-Kinderdorf Sachsen / Mehrgenerationenhaus Zwickau in den Ruhestand verabschiedet. Es war ein wunderschöner Tag. Persönlich, würdig und voller Verbundenheit. Und er hat noch einmal sichtbar gemacht, wie viel Kraft in Mütterzentren steckt, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft über Jahre mittragen.

Gabi hat über viele Jahre nicht nur ihr Haus geprägt, sondern auch den Bundesverband, im Vorstand und im Steuerungskreis. Sie hat Netzwerke geknüpft, Perspektiven zusammengeführt und dafür gesorgt, dass Mütterzentren in den östlichen Bundesländern im Verband sichtbar und gut vertreten sind. Diese Kontinuität macht einen Unterschied, für Häuser vor Ort und für unsere gemeinsame Stimme als Bewegung.

In der Rede einer Wegbegleiterin klang das besonders stark an: „Warum ist bei allen Reden zur deutschen Einheit in den letzten Jahren eigentlich niemand auf die Idee gekommen, Mütterzentren als das gesamtdeutsche Erfolgsmodell zu beschreiben?“

Mütterzentren und alle offenen Häuser, die aus der Bewegung entstanden sind, u.a. Mehrgenerationenhäuser und Familienzentren, stärken Frauen, Kinder und Familien und schaffen gesellschaftlichen Zusammenhalt im Alltag. Genau das brauchen Nachbarschaften, wenn Lebensmodelle vielfältiger werden und Menschen leichter vereinzeln.

Wir sagen: „Danke, Gabi.“ Für deine Klarheit, deine Empathie und deine Ausdauer. Und wir freuen uns, dass Norma Reinsdorf die Arbeit im SOS-Kinderdorf Sachsen / Mehrgenerationenhaus Zwickau gemeinsam mit dem Team weiterführt.

Jubiläum 48x36.1 KleinUnser Jubiläum in Stuttgart war ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Mütterzentren. Mehr als 130 Teilnehmende kamen zusammen und wurden gleich zu Beginn durch Grußworte aus Politik und EU gewürdigt. Ursula von der Leyen erinnerte in ihrer Videobotschaft an die Strahlkraft der Mütterzentren und sagte, sie verbinden „Alltagspragmatismus und Vision“. Bundesfamilienministerin Karin Prien betonte, dass Mütterzentren öffentliche Wohnzimmer sind und eine unverzichtbare Rolle für Familien und Gleichstellung spielen. Landtagspräsidentin Muhterem Aras würdigte die Bewegung mit den Worten, Mütterzentren seien in ihrer Zugewandtheit ein wunderbarer Beitrag zur Demokratie und ein echter Gewinn für jedes Quartier.

In der Kelter Wangen zeigte sich, wie lebendig und zukunftsorientiert die Mütterzentrumsbewegung ist. Auf dem Podium diskutierten Vertreterinnen aus Wissenschaft und Politik gemeinsam mit Frauen aus den Häusern über soziale Nachhaltigkeit, Teilhabe und die politische Bedeutung offener Begegnungsorte. Gründerinnen erinnerten an die Wurzeln der Bewegung. Die Praktissima-Preisträgerinnen zeigten, wie innovativ Mütterzentren heute arbeiten und wie Zukunft praktisch gestaltet wird.

Das Jubiläum war ein Ort voller Begegnungen, Impulse und gemeinsamer Energie. Es machte sichtbar, wie viel Mütterzentren bewegen und wie wichtig sie für Familien, Nachbarschaften und unsere Gesellschaft sind. Die Grußworte von Karin Prien und Ursula von der Leyen könnt ihr euch noch einmal anschauen. Beide unterstreichen, wie unverzichtbar die Arbeit der Mütterzentren heute ist.

Adventskalender 48x 361 KleinIn diesem Jahr erzählen wir im Advent die Geschichten von 24 Frauen aus Mütterzentren in ganz Deutschland. Viele von ihnen stehen mitten im Alltag unserer Häuser. Einige blicken auf die Anfänge zurück und zeigen, wie alles begonnen hat. Gemeinsam machen sie sichtbar, was Mütterzentren stark macht: Mut, Care-Arbeit, Neuanfang, Engagement und Verantwortung.

Mit jedem Beitrag wird deutlich, wie lebendig und vielfältig unsere Bewegung ist. Die Geschichten zeigen, wie Frauen Teilhabe ermöglichen, Familien begleiten, Demokratie im offenen Treff leben und Räume schaffen, in denen Menschen sich sicher fühlen und mitgestalten können. Der Adventskalender verbindet persönliche Einblicke mit gesellschaftlicher Bedeutung und zeigt, warum offene Häuser unverzichtbar sind.

Wir laden euch ein, den Kalender mitzuerleben. Täglich auf Instagram und Facebook und gesammelt auf unserer Website. Teilt die Beiträge und zeigt mit uns, wie viel Kraft in den Mütterzentren steckt.

 

Wir leben Leben rgb

Mütterlichkeit hat kein Geschlecht

Praktissima 2026

Alltag, der stärkt: Wie Mütterzentren Gemeinschaft möglich machen.

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Unsere Forderungen

Starke Mütterzentren brauchen starke Rahmenbedingungen.
Damit sie Gemeinschaft, Teilhabe und Unterstützung ermöglichen können, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen.
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