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Bundesverband der Mütterzentren e.V.

1 Ausblick Herbst 48x36.1In den nächsten Monaten stehen einige wichtige Termine an. Damit ihr gut planen könnt, haben wir hier alle Informationen für euch zusammengestellt. Selbstverständlich bekommt ihr zu den einzelnen Events zusätzlich vorab eine E-Mail.

Dienstag, 8. September 2026: Digitale Plauderecke
9-10 Uhr oder 12-13 Uhr, Online bei Teams

Samstag, 10. Oktober 2026: Internationaler Tag der Mütterzentren
Lasst uns auf Social Media gemeinsam sichtbar werden!

Freitag, 6. November, und Samstag, 7. November 2026: Dialogtisch moderieren (Schulung)
im Mütterzentrum Osterholz-Tenever in Bremen, mit Ute Latzel

Freitag, 20. November, und Samstag, 21. November 2026: Fachtag
im Mütterzentrum Beckum, Thema: „Offene Familienarbeit im Wandel: Zukunft gestalten, Krisen meistern“

Montag, 7. Dezember, bis Freitag, 11. Dezember 2026: Online-Themenwoche
zum Thema „Gut aufgestellt: Finanzierung, Wirkung und Zukunftsfähigkeit in Mütterzentren“, Online bei Teams

2 Hilfe sichtbar machen V2 48x36.1Nicht jede Unterstützung kann und muss ein Mütterzentrum selbst leisten. Aber ein offenes Ohr und der Hinweis auf die richtige Anlaufstelle können ein wichtiger erster Schritt sein.

Genau deshalb stellen wir in unserer Instagram-Reihe „Hilfe sichtbar machen“ jede Woche Beratungs- und Hilfsangebote vor. Viele davon bieten auch Materialien, die ihr unkompliziert in euren Mütterzentren sichtbar machen könnt. Deshalb haben wir euch einige Plakate und Infomaterialien zum Ausdrucken oder Bestellen zusammengestellt.

Vielleicht finden einige der Plakate auch bei euch einen sichtbaren Platz.

Plakate der Nummer gegen Kummer: https://www.nummergegenkummer.de/aktuelles/materialien/

Plakat Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, auch mehrsprachig: https://www.hilfetelefon.de/materialien/materialien-bestellen/

Plakat Schreiben statt Schweigen: https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/291254/03a6ddef9360c69916c9955df69d69a8/hilfen-im-netz-plakat-data.pdf
Weitere Informationen: https://www.hilfenimnetz.de/

3 Was Familien brauchen 48x36.1Politische Entscheidungen zeigen ihre Wirkung im Alltag von Familien. In Mütterzentren erleben wir, wo Rahmenbedingungen tragen und wo sie zusätzlichen Druck erzeugen.

Genau deshalb schauen wir hin, wenn politische Debatten Mütter und Sorgeverantwortliche betreffen. Im Folgenden zeigen wir drei aktuelle Themen, die uns aus Sicht der Mütterzentren besonders wichtig sind.

Familien brauchen Verlässlichkeit

Beim Elterngeld soll die maximale Bezugsdauer von 14 auf zwölf Monate verkürzt werden, gleichzeitig sind mehr festgelegte Partnermonate vorgesehen. Beim Unterhaltsvorschuss steht im Raum, die Leistung künftig nur noch bis zum 16. statt bis zum 18. Geburtstag zu zahlen. Noch sind diese Änderungen nicht beschlossen.

Beide Debatten haben wir aus Sicht der Mütterzentren aufgegriffen. Denn für uns ist klar: Familienpolitische Leistungen sollen Familien entlasten und Sicherheit geben. Mutterschaft darf nicht zum finanziellen Risiko werden. Wer für die Betreuung eines Kindes Erwerbsarbeit reduziert, darf dadurch nicht dauerhaft schlechter abgesichert sein.

Gleicher Lohn ist eine Frage von Gleichstellung

Als Erstunterzeichnerin unterstützen wir die Petition zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie.

Denn Sorgearbeit, Erwerbsarbeit und wirtschaftliche Eigenständigkeit hängen eng zusammen. Wer Verantwortung für Kinder oder Angehörige übernimmt, darf daraus nicht zusätzlich langfristige finanzielle Nachteile tragen. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit gehört deshalb für uns zu den Rahmenbedingungen echter Gleichstellung.

Wer die Petition ebenfalls unterstützen möchte, findet sie hier: https://weact.campact.de/petitions/gleicher-lohn-fur-gleiche-arbeit-jetzt

Stillen muss auch im öffentlichen Raum selbstverständlich sein

Die Aktion #ichstillwoichwill unterstützen wir weiterhin. Sie macht sich dafür stark, dass Mütter ihr Kind dort stillen können, wo es Hunger hat, Nähe oder Beruhigung braucht. Auch im öffentlichen Raum und ohne Rechtfertigungsdruck.

Das berührt einen Grundgedanken der Mütterzentren unmittelbar. Sie sind aus dem Wunsch entstanden, dass Mütter mit ihren Kindern selbstverständlich am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Mütterzentren leben das bis heute: Kinder gehören dazu. Sorgearbeit darf sichtbar sein. Und gesellschaftliche Teilhabe muss auch mit Sorgeverantwortung möglich sein.

Was in euren Mütterzentren täglich sichtbar wird, ist auch politisch relevant. Denn hier zeigt sich ganz konkret, wo Familien Unterstützung brauchen, wo Rahmenbedingungen nicht tragen und was Teilhabe möglich macht. Genau dieses Praxiswissen ist eine Stärke der Mütterzentrumsbewegung.

4 Geschichte der Mütterzentren V3 48x36.1Seit den 1980er-Jahren schaffen Mütterzentren und offene Häuser Orte der Begegnung, Solidarität und Selbsthilfe. Viele Menschen haben diese Bewegung geprägt und über Jahrzehnte mitgestaltet. Diese Geschichte möchten wir bewahren und sichtbar machen.

Gemeinsam mit dem Mütterforum Baden-Württemberg sammeln wir Erfolgsgeschichten, Kampagnen und Meilensteine der Mütterzentrumsbewegung. Die Materialien werden zeitlich eingeordnet und zu einem lebendigen Zeitstrahl der gemeinsamen Geschichte zusammengeführt.

Dazu brauchen wir euch: Wenn ihr Materialien zur Geschichte eures Hauses oder der Mütterzentrumsbewegung allgemein habt, teilt sie gerne mit uns! Ihr müsst nichts sortieren oder aufbereiten. Auch einzelne Fundstücke, Fotos oder spontane Erinnerungen sind wertvoll.

Schickt eure Materialien gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Große Dateien könnt ihr uns nach Absprache selbstverständlich auch auf anderem Weg übermitteln.

Wichtig: Da wir ausgewählte Materialien später veröffentlichen möchten, achtet bitte darauf, dass ihr die entsprechenden Rechte habt oder die Materialien zur Veröffentlichung weitergegeben werden dürfen.

Mit euren Beiträgen wird sichtbar, wie die Mütterzentrumsbewegung entstanden ist, was sie bewegt hat und wie sie sich über die Jahrzehnte entwickelt hat. So entsteht ein gemeinsames Gedächtnis der Bewegung – und zugleich eine Inspiration für kommende Generationen von Engagierten.

Wir freuen uns auf eure Geschichten und Schätze aus den vergangenen Jahrzehnten!

Ein gemeinsames Projekt von
Bundesverband der Mütterzentren e. V.
und
Mütterforum Baden-Württemberg e. V.

5 Abgeordnetenwatch 48x36.1Demokratie lebt vom Austausch. Denn Interessen können nur vertreten werden, wenn sie immer wieder laut geäußert werden.

In Mütterzentren seht ihr täglich, was Familien bewegt: Anerkennung von Sorgearbeit, Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eure Perspektive ist wertvoll – und muss gehört werden.

Doch nicht jedes Mütterzentrum hat bereits Kontakte zu Abgeordneten aus der eigenen Region. Wenn ihr herausfinden möchtet, wer euren Wahlkreis in Landtag oder Bundestag vertritt, kann die Plattform abgeordnetenwatch.de eine hilfreiche erste Anlaufstelle sein: www.abgeordnetenwatch.de/profile

Dort findet ihr u.a. Informationen zu Ausschussmitgliedschaften, Abstimmungen sowie bereits gestellten Fragen und Antworten. Die Plattform ist dabei nur eine von mehreren Kontaktmöglichkeiten. Natürlich könnt ihr Abgeordnete auch direkt über ihre Büros erreichen. Gerade wenn ihr die Arbeit eures Mütterzentrums vorstellen oder auf Erfahrungen und Bedarfe von Familien vor Ort aufmerksam machen möchtet, ist ein persönlicher Kontakt hilfreich.

Egal wo, probiert es gerne aus: Tretet mit Politikerinnen und Politikern in Kontakt. Stellt eure Fragen. Macht sichtbar, was Familien vor Ort wirklich bewegt. Macht sichtbar, was Mütterzentren und offene Häuser leisten. So wird aus Alltagserfahrung politischer Dialog.

6 Allianz gegen Einsamkeit 48x36.1Seit August ist der Bundesverband Mitglied der Allianz gegen Einsamkeit.

Wer Einsamkeit wirksam begegnen will, braucht Orte, an denen Gemeinschaft im Alltag entstehen kann. Mütterzentren sind genau solche Orte: niedrigschwellig, verlässlich und nah an den Menschen. Als Teil der sozialen Infrastruktur vor Ort stärken sie Begegnung, Teilhabe und tragfähige soziale Netzwerke.

Die Erfahrungen aus rund 350 Mütterzentren möchten wir in die Allianz einbringen und dazu beitragen, wirksame Ansätze gegen Einsamkeit stärker sichtbar zu machen.

Kompetenznetz Einsamkeit V2Zum Auftakt der Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ fand in Berlin die 5. Konferenz des Kompetenznetz Einsamkeit statt. Gleichzeitig wurde die neue Allianz gegen Einsamkeit gestartet, die vom Bundesfamilienministerium initiiert wurde.

Unsere Vorständin Yvonne war für den Bundesverband vor Ort. Für uns wurde dabei noch einmal deutlich: Einsamkeit kann alle treffen, in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenslagen. Und da sie oft privat bleibt, muss es offene Begegnungs- und Vernetzungsmöglichkeiten geben.

Genau hier sind Mütterzentren wichtig. Sie schaffen offene Orte im Quartier, an denen Menschen niedrigschwellig miteinander in Kontakt kommen können. Niemand muss eine Diagnose, einen Antrag oder einen Nachweis mitbringen. Menschen können einfach kommen, mit ihren Kindern, ihren Fragen, ihrer Erfahrung und ihrem Wunsch nach Begegnung.

Kompetenznetz Einsamkeit V1Die Konferenz hat gezeigt: Gegen Einsamkeit braucht es verlässliche Netzwerke, gute lokale Strukturen und Orte, die Menschen tatsächlich erreichen. Einsamkeit wird dort spürbar, wo Menschen leben: im Stadtteil, im Dorf, in der Nachbarschaft.

Ein praktischer Impuls: Auch Stadtbüchereien verstehen sich zunehmend als Orte für Begegnung, Selbsthilfe und Austausch. Vielleicht gibt es auch bei euch eine Bücherei, mit der gemeinsame Angebote, Vorträge oder Begegnungsformate möglich wären?

Unser Fazit: Einsamkeit lässt sich nicht mit einzelnen Aktionen lösen. Es braucht dauerhaft offene Orte, weniger Hürden für Engagement und starke Gemeinschaften vor Ort. Mütterzentren leisten dazu jeden Tag einen wichtigen Beitrag.

Deutscher Gemeinsamkeitspreis 48x36.1Bewerbt euch jetzt: Das Kompetenznetz Einsamkeit und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergeben 2026 erstmals den Deutschen Gemeinsamkeitspreis. Ausgezeichnet werden Projekte, Organisationen und Initiativen, die Einsamkeit verringern und soziale Verbundenheit stärken.

Wir möchten euch ausdrücklich ermutigen, euch mit euren Projekten zu bewerben. Zeigt, wie vielfältig eure niedrigschwelligen Begegnungsangebote gegen Einsamkeit wirken: im offenen Treff, in Gruppenangeboten, durch Nachbarschaftshilfe und generationenübergreifende Projekte oder einfach durch Orte, an denen Menschen willkommen sind.

Das Preisgeld beträgt insgesamt 25.000 Euro. In jeder Kategorie werden drei Projekte ausgezeichnet: mit 3.000 Euro, 2.000 Euro und 1.250 Euro.

Bewerbungen sind bis zum 16. August 2026 möglich.

Weitere Informationen und Bewerbung findet ihr hier.

Broschüre Einsamkeit 48x36.1Einsamkeit ist oft unsichtbar. Sie ist das fehlende Gespräch im Alltag, der leere Vormittag oder das Gefühl, mit Verantwortung allein zu sein.

Für Mütterzentren ist dieses Thema zentral. Denn Einsamkeit betrifft nicht nur ältere Menschen. Auch Mütter, Alleinerziehende, Menschen mit Sorgeverantwortung, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationsgeschichte oder Menschen in Umbruchsituationen können Einsamkeit erleben. Wer viel Sorgearbeit leistet, hat oft weniger Zeit, Kraft und Möglichkeiten für soziale Teilhabe.

Mütterzentren setzen genau dort an: mit offenen Türen, verlässlicher Begegnung und echter Zugewandtheit. Sie sind Orte, an denen niemand erst ein Problem nachweisen muss, um willkommen zu sein.

Der Landesverband der Mütterzentren NRW hat das Thema Einsamkeit bereits 2023 im Rahmen des digitalen Fachtags Familie aufgegriffen und dazu die Broschüre „So lonely! Wie unsere Netzwerke gegen Einsamkeit wirken“ veröffentlicht. Darin werden Mütterzentren und Mehrgenerationenhäuser als öffentliche Wohnzimmer beschrieben: als niedrigschwellige Begegnungsorte im Quartier, an denen Menschen willkommen sind, miteinander ins Gespräch kommen und eigene Erfahrungen einbringen können.

Für uns als Bundesverband der Mütterzentren ist klar: Gegen Einsamkeit reichen einzelne Projekte nicht aus. Es braucht Orte, die dauerhaft offen sind, Vertrauen wachsen lassen und Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit ernst nehmen. Mütterzentren sind solche Orte.

Zum Weiterlesen:
Die Broschüre „So lonely! Wie unsere Netzwerke gegen Einsamkeit wirken“ des Landesverbands der Mütterzentren NRW
Digitaler Vortrag von Jun.-Prof. Dr. Susanne Bücker zum Fachtag Familie 2023 des Landesverbandes der Mütterzentren in NRW e.V.

MZ Braunschweig V1Nicht jede Familie hat Großeltern vor Ort. Manchmal leben sie weit weg. Manchmal sind sie früh verstorben. Manchmal gibt es keinen Kontakt. Was dann fehlt, ist oft mehr als praktische Unterstützung. Es fehlt ein Mensch mit Zeit, Lebenserfahrung und einem offenen Ohr.

Genau hier setzt die Wunschgroßelternvermittlung im Mütterzentrum Braunschweig an. Seit 2006 bringt das Mütterzentrum Familien mit älteren Menschen zusammen, die Freude am Kontakt mit Kindern haben und sich eine sinnvolle Aufgabe wünschen. In diesem Jahr feiert das Projekt sein 20-jähriges Bestehen.

Die Anfragen zeigen, wie groß der Bedarf ist. Da ist die alleinerziehende Mutter, die Arbeit und drei kleine Kinder vereinbaren muss und sich jemanden wünscht, dem sie auch einmal ihr Herz ausschütten kann. Da ist der Vater, der nach dem Tod seiner Frau eine vertraute weibliche Bezugsperson für seine Kinder sucht. Und da sind ältere Menschen, deren eigene Familie weiter weg lebt und die sich wünschen, wieder Teil eines lebendigen Familienalltags zu sein.

MZ Braunschweig V4Das Mütterzentrum Braunschweig bringt diese Menschen nicht einfach nur zusammen. Es begleitet die ersten Schritte sorgfältig, nimmt Familien und Wunschgroßeltern auf, führt Gespräche, bereitet passende Begegnungen vor und bleibt auch nach einer Vermittlung ansprechbar.

Wie viel dabei entstehen kann, zeigt eine Szene aus einem Kennenlerngespräch. Ein Schulkind trifft zum ersten Mal einen möglichen Wunschgroßvater. Das Kind hat lange auf eine Vermittlung gewartet. Am Ende verabschiedet es sich mit den Worten: „Ich bin mir sicher, dass Sie genau der richtige Großvater für mich sind.“

Solche Momente zeigen, worum es im Kern geht: Einsamkeit betrifft nicht nur eine Altersgruppe. Familien können sich einsam fühlen, wenn Unterstützung fehlt. Ältere Menschen können sich einsam fühlen, wenn der Alltag still wird. Kinder können etwas vermissen, wenn vertraute ältere Bezugspersonen fehlen.

In Braunschweig sind in den vergangenen zwanzig Jahren rund 400 Vermittlungen entstanden. Viele Wunschgroßeltern treffen „ihre“ Familien regelmäßig, begleiten Kinder über Jahre, hören zu, spielen, gehen nach draußen oder sind einfach da.

MZ Braunschweig V3Das ist keine klassische Dienstleistung, es ist gelebte Familienselbsthilfe. Hier wird deutlich, wie Mütterzentren gegen Einsamkeit wirken: nicht mit schnellen Lösungen, sondern mit Beziehungen, die wachsen dürfen.

Gerade deshalb sind Projekte wie die Wunschgroßelternvermittlung so wertvoll. Sie machen sichtbar, was Mütterzentren seit Jahrzehnten stark macht: offene Türen, gelebte Gemeinschaft und die Überzeugung, dass Sorgearbeit nicht allein in der Familie bleiben darf, sondern eine gemeinsame Aufgabe ist.

Danke an Nina Schenk und Melanie Moronga vom Mütterzentrum Braunschweig für die Einblicke in die Wunschgroßelternvermittlung.

Vorstand 48x36.1Am 11. Juni haben wir während unserer Mitgliederversammlung unseren neuen Vorstand gewählt. Unsere drei Vorständinnen werden uns in den kommenden drei Jahren begleiten und nach außen vertreten.

Yvonne Plöger vom MuM Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum Münster wurde als Vorständin bestätigt. Sie beginnt ihre dritte Amtszeit und bringt ihre Perspektive zu Teilhabe, Frauengesundheit und Inklusion ein.

Daniela Hettich vom Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart-West wurde ebenfalls für eine dritte Amtszeit bestätigt. Ihr Schwerpunkt liegt auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Sichtbarmachung von Sorgearbeit.

Sarah Bock vom Mütterzentrum Langen wurde neu in den Vorstand gewählt. Sie setzt sich besonders für die Zukunft der Mütterzentren als wichtige Anlaufstellen für Mütter, Frauen und Familien ein.

Nach vier Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit verabschieden wir Angela Sgro vom MütZe Ingelheim aus dem Vorstand. Sie ist zur neuen Wahlperiode nicht erneut angetreten. Danke, liebe Angela, für deine Zeit, deine Treue und dein Engagement für die Mütterzentren und den Bundesverband.

Herzlichen Glückwunsch an Yvonne, Daniela und Sarah und vielen Dank für euer Engagement! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit euch. Gemeinsam setzen wir uns weiter für starke Mütterzentren ein: für offene Häuser, in denen Sorgearbeit sichtbar wird, Vereinbarkeit Unterstützung findet und Gemeinschaft jeden Tag gelebt wird.

Ja. Nein. Vielleicht 48x36.1Das Bundesfamilienministerium und das Bundesjustizministerium haben ein kostenloses Magazin für Familien mit und ohne Trauschein veröffentlicht.

Darin geht es um Fragen, die im Familienalltag oft erst dann dringend werden, wenn es schwierig wird: rechtliche und finanzielle Unterschiede zwischen Ehe und nichtehelicher Lebensgemeinschaft, Sorgerecht, Unterhalt, Rente, Trennung, Krankheit und Tod.

Für Mütterzentren kann das Heft ein hilfreiches Material für die Auslage sein. Denn viele Fragen rund um Absicherung, Sorgearbeit, finanzielle Eigenständigkeit und Familienformen begegnen euch direkt im Alltag der Häuser.

Das Magazin kann kostenlos bestellt oder als PDF heruntergeladen werden:
www.bmbfsfj.bund.de/magazin

Ohrenspitz 48x36.1„Radio Ohrenspitz“ ist ein kostenfreies Hörangebot für Kinder im Vor- und Grundschulalter, das sich gut in den Alltag von Familien und offenen Einrichtungen einfügt. Die Kinder und Jugendbuchautorin Brigitte Endres stellt hier ruhige, humorvolle und sprachlich sorgfältig erzählte Geschichten zur Verfügung.

Die Hörgeschichten können gemeinsame Familienzeit bereichern, in der Kinder und Erwachsene zusammen zuhören und anschließend ins Gespräch kommen. Gleichzeitig eignen sie sich auch gut zum Alleinhören als verlässliche und kindgerechte Unterhaltung.

Auch für Mütterzentren kann das Angebot interessant sein. Die Geschichten lassen sich gut im offenen Treff, in ruhigen Phasen zwischendurch oder als Abschluss einer Gruppenzeit einsetzen. Sie schaffen Nähe, fördern Sprache und greifen Themen wie Freundschaft, Mut und Mitgefühl auf.

Das Angebot ist ohne Anmeldung frei zugänglich und über YouTube und Spotify unter „Radio Ohrenspitz“ nutzbar. Neue Folgen erscheinen regelmäßig. Den beigefügten Onepager könnt ihr gern ausdrucken und aushängen, damit Familien den QR Code direkt nutzen können

Streiktuch 46x31.6In 3 Wochen ist es so weit: Am 9. Mai gehen wir in Berlin gemeinsam auf die Straße. Wir möchten euch ermutigen, die Demo „100.000 Mütter vor dem Brandenburger Tor“ in eure Häuser, Teams und Netzwerke weiterzutragen und selbst dabei zu sein.

Die Forderungen der Kampagne machen deutlich: Sorgearbeit braucht nicht nur mehr Sichtbarkeit und Anerkennung, sondern echte Gleichstellung, wirksamen Gewaltschutz, ein geschlechtersensibles Gesundheitssystem und politische Rahmenbedingungen, die Mütter und andere Sorgeverantwortliche spürbar entlasten und stärken.

Macht die Demo bei euch vor Ort sichtbar, zum Beispiel mit Aushängen, Hinweisen in euren Gruppen oder über eure Social-Media-Kanäle. Auch kleine Protestspaziergänge können eine gute Möglichkeit sein, schon vor dem 9. Mai ein Zeichen zu setzen.

Hier findet ihr Plakate und Materialien zum Weitergeben:
Plakate und Materialien herunterladen

Mehr Infos zu den Forderungen gibt es hier:
 Zu den politischen Forderungen

Die Telegram-Gruppe zur Vernetzung findet ihr hier:
Zur Telegram-GruppeZur Telegram-Gruppe

Wir freuen uns, wenn viele von euch am 9. Mai dabei sind!

Die Bewerbungsfrist für die Praktissima 2026 läuft noch bis zum 30. Juni und wir freuen uns schon auf eure Projekte! Zeigt uns, wie ihr Gemeinschaft stärkt, Teilhabe ermöglicht und Räume schafft, in denen Menschen nicht nur ankommen, sondern auch mitgestalten können.

Unterstützt wird die Preisvergabe seit vielen Jahren von der Stiftung Apfelbaum, die auch in diesem Jahr wieder 5.000 €, 3.000 € und 2.000 € für die ersten drei Plätze zur Verfügung stellt.

Bereits heute möchten wir die Jury vorstellen:

Anja Krug Metzinger 400x400 Neu Anja Krug-Metzinger

Anja Krug-Metzinger ist freie Regisseurin und Autorin. In den letzten Jahren hat sie sich intensiv mit der Geschichte der Mutterschaft beschäftigt und gezeigt, warum Gemeinschaft und Unterstützung in der Kindererziehung so wichtig sind.

Monika Neise Monika Neise

Monika Neise, Diplom-Sozialpädagogin, bringt jahrzehntelange Erfahrung in der sozialen Arbeit mit. Sie kennt die Herausforderungen und Potenziale von Mütterzentren aus der Praxis.

Beate von Miquel 400x400 neu Dr. Beate von Miquel

Dr. Beate von Miquel, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, vereint wissenschaftliche und politische Expertise. Sie setzt sich für Gleichstellung, soziale Gerechtigkeit und bessere Rahmenbedingungen für Frauen und Familien ein.

 
Alle Infos zur Ausschreibung findet ihr hier. Habt ihr Fragen? Dann meldet euch gerne bei uns – oder schaut in den nächsten Wochen auf unseren Social-Media-Kanälen vorbei, wo wir weitere Einblicke in die Praktissima geben.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

Paragraph 48 x 36.1Seit dem 1. Januar 2026 gelten neue steuerliche Regelungen für gemeinnützige Organisationen. Für viele Mütterzentren interessant: Die Übungsleiterpauschale und die Ehrenamtspauschale wurden erhöht. Auch einige Grenzen im Gemeinnützigkeitsrecht wurden angehoben, was kleineren Organisationen mehr Spielraum geben kann.

Wichtig ist trotzdem: Nicht jede Änderung ist für jedes Haus automatisch relevant. Prüft deshalb immer, was für eure Arbeit, eure Buchhaltung und eure Regelungen vor Ort tatsächlich eine Rolle spielt, und sprecht bei Unsicherheiten mit eurer Steuerberatung.

Einen kompakten Überblick über die Neuerungen findet ihr hier:

Bundesforum Familie 48x36.1Mit der Publikation „Familien und Klima“ macht das Bundesforum Familie deutlich: Damit Familien klimafreundlich handeln können, braucht es gute Rahmenbedingungen und Orte, an denen nachhaltiges Handeln im Alltag überhaupt möglich wird.

Als Mitglied im Bundesforum Familie haben wir die Perspektive der Mütterzentren in diesen Austausch eingebracht. Denn für uns ist klar: Familienfreundlicher Klimaschutz gelingt nicht allein durch Appelle. Er braucht politische Rahmenbedingungen und Orte, an denen gemeinschaftliche Lösungen wachsen können.

Und wir sind überzeugt: Mütterzentren sind solche Orte. Hier wird jeden Tag sichtbar, wie nachhaltiges Handeln gemeinschaftlich, niedrigschwellig und alltagsnah gelebt werden kann. Beim Kochen, Tauschen, Reparieren, Weitergeben, Gärtnern und gemeinsamen Lernen entstehen konkrete Möglichkeiten für Familien.

Am Mütterzentrum Langen wird exemplarisch sichtbar, was in vielen Mütterzentren längst gelebt wird. Mit dem Projekt „wirFAIRändern“ wird dort gezeigt, wie Nachhaltigkeit und Gemeinschaft zusammenwirken. Gerade das macht Mütterzentren so wichtig: Sie verbinden soziale Fragen mit ökologischem Handeln und schaffen Räume, in denen Familien Selbstwirksamkeit erleben.

Hier könnt ihr die komplette Broschüre nachlesen.

Lesebox Übergabe

In den letzten Wochen sind 350 Vorlese- und Leseboxen in 205 Mütterzentren und offenen Häusern für Jung und Alt in ganz Deutschland angekommen! Dank der Kooperation mit der Stiftung Lesen und der Unterstützung durch die Deutsche Bahn Stiftung konnten wir diese Schatzkisten voller Geschichten bundesweit vermitteln.

Mit den Boxen ist nicht nur neuer Lesestoff in die Häuser eingezogen, sondern auch viel Freude am gemeinsamen Lesen, Vorlesen und Entdecken. Die Bücher laden Kinder und Erwachsene dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, Geschichten zu teilen und gemeinsam neue Welten kennenzulernen.

Gerade das passt so gut zu Mütterzentren: Lesen verbindet Generationen, stärkt Sprache und schafft Gemeinschaft. Ob beim Vorlesenachmittag, im offenen Treff oder ganz spontan zwischendurch – die Boxen schaffen wertvolle Momente der Begegnung. Genau deshalb ist diese Aktion so besonders. Wir sind dankbar, dass wir diese wunderbare Kooperation mit der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn Stiftung begleiten und die Boxen in so viele Mütterzentren und offene Häuser für Jung und Alt bundesweit vermitteln durften.

Wir wünschen allen großen und kleinen Lesern viel Freude mit den neuen Geschichten und unvergessliche gemeinsame Momente!

IMG 6509Die Praktissima-Ausschreibung ist veröffentlicht! Ihr findet sie auf unserer Homepage. Bitte schaut euch die aktuellen Teilnahmebedingungen an. In den kommenden Wochen teilen wir zusätzliche Informationen auch auf unseren Social-Media-Kanälen.

Mit der Praktissima machen wir sichtbar, was Mütterzentren jeden Tag leisten: Gemeinschaft stärken und Teilhabe ermöglichen. Gerade weil sich Lebensmodelle verändern und der Alltag für viele individueller und auch einsamer wird, sind Mütterzentren als soziale Infrastruktur unverzichtbar.

Die Vergabe der Praktissima wird seit 26 Jahren durch die Stiftung Apfelbaum ermöglicht, die uns das Preisgeld zur Verfügung stellt. Es erwarten euch 5.000, 3.000 und 2.000 € für die ersten drei Plätze.

Bewerbt euch bis zum 30. Juni und zeigt uns, wie ihr in eurem Haus Gemeinschaft stärkt. Welche Herausforderungen beschäftigen euer Mütterzentrum und wie reagiert ihr darauf? Wie sorgt ihr dafür, dass Menschen bei euch nicht nur ankommen, sondern auch mitgestalten können?

Hier geht es zur Ausschreibung.

IMG 6514Am Samstag, den 9. Mai 2026 findet in Berlin zum zweiten Mal die Demonstration „100.000 Mütter vor dem Brandenburger Tor“ statt. Im letzten Jahr waren wir als Teilnehmende dabei. In diesem Jahr sind wir als Bundesverband Mitveranstaltende.

Warum wir auf die Straße gehen: Mütter und andere Sorgeverantwortliche tragen jeden Tag Verantwortung für die Gesellschaft. Sie halten den Alltag am Laufen, mit Kinderbetreuung, Pflege, Organisation und emotionaler Arbeit. Trotzdem fehlen bis heute faire Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem, in der Verteilung von Sorgearbeit und in der sozialen Absicherung. Das ist keine Privatfrage, das ist eine Frage von Gleichstellung und Zukunftsfähigkeit.

Mütterzentren und daraus entstandene offene Häuser zeigen längst, wie es anders geht. In euren Zentren wird Sorgearbeit sichtbar. Gemeinschaft entsteht. Teilhabe wird möglich, auch mit Kind oder pflegebedürftigem Angehörigen. Genau diese Haltung soll in Berlin sichtbar werden.

Wir wünschen uns, dass möglichst viele Mütterzentren und offene Häuser vor Ort dabei sind. Kommt mit euren Teams, euren Ehrenamtlichen und allen, die sich verbunden fühlen. Wenn ihr Unterstützung bei Mobilisierung oder Anreiseplanung braucht, meldet euch bei uns.

Die genauen Informationen zu Ablauf und Zeiten teilen wir zeitnah.

 

Wir leben Leben rgb

Mütterlichkeit hat kein Geschlecht

Unsere Forderungen

Starke Mütterzentren brauchen starke Rahmenbedingungen.
Damit sie Gemeinschaft, Teilhabe und Unterstützung ermöglichen können, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen.
Zu unseren Forderungen

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