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Der Bundesverband der Mütterzentren e.V.


Der Verband unterstützt rund 400 Mütterzentren in Deutschland und vertritt ihre Interessen auf der Bundesebene. Wir vernetzen die Häuser durch unsere Veröffentlichungen, politischen Kampagnen, Schulungen, Fachtage und bundesweiten Treffen.

Die ersten Mütterzentren wurden vor über dreißig Jahren gegründet, weil Frauen es satt hatten, allein mit ihren Kindern zu Hause zu sein. Sie wollten raus. In die Öffentlichkeit, Kontakte knüpfen und dabei sein. Gesellschaftliche Teilhabe für alle und die Gelegenheit „das Leben zu leben“ ist auch heute noch einer der Schwerpunkte der Mütterzentren. Mit ihrem Konzept des „öffentlichen Wohnzimmers“ und der Idee einer sich kümmernden Gemeinschaft, erleichtern sie es jedem Menschen, die Herausforderungen des Alltags besser zu bewältigen und eigene Lebensperspektiven zu entwickeln.

Wir setzen uns für eine leichtere Vereinbarkeit von Familienangelegenheiten und Beruf ein und fordern, dass der Wert der Versorgungsarbeit, die hauptsächlich von Frauen geleistet wird, ins öffentliche Bewusstsein gerückt und besser entlohnt wird.

Wenn sich Mütter oder Väter neben ihrem Job und/oder in der Familienphase beruflich fortbilden möchten, haben sie es nicht leicht, alles unter einen Hut zu bekommen. Fernunterricht ist für viele deshalb eine interessante Alternative. Die Lehrgangskosten sind von den Teilnehmenden zu tragen, wenn sie nicht oder nur zum Teil staatlich gefördert werden.


Gute Nachrichten vom Bundesverband: Wir haben mit der Studiengemeinschaft Darmstadt (sgd) für alle Mütterzentren und deren Mitarbeitende und Freiwilligen bundesweit einen Preisnachlass von 20% ausgehandelt. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich von der sgd zu passenden staatlichen Förderprogrammen in den Mütterzentren beraten zu lassen (Bildungsgutscheine & Co.) und dadurch noch mehr zu sparen.


Wie läuft das ab? Mütterzentren, die den Preisnachlass nutzen und/oder weitergeben wollen, melden sich beim Bundesverband. Bitte teilt uns mit, wie viele Infopakete ihr für eurer Zentrum wünscht. Die Materialien können im Mütterzentrum ausgelegt oder mitgegeben werden und beinhalten u. a. den Programmkatalog, ein Plakat zum Aushängen und den wichtigen Rabatt-Code. Dieser muss bei der Buchung eines Lehrgangs angegeben werden, damit die 20% in Abzug gebracht werden können.


Zum Kooperationspartner: Die Studiengemeinschaft Darmstadt ist Teil der Klett Gruppe, einem der führenden Bildungsunternehmen in Europa mit mehr als 900 000 TeilnehmerInnen in einer großen Auswahl von staatlich geprüften und zugelassenen Fernkursen.

Manchmal genügt ein Anruf und schon laufen die Dinge wieder. Fast jedes Mütterzentrum hat einen (oder mehrere) besonderen Menschen zur Seite, auf die in jeder Situation Verlass ist. Die mit Rat und Tat zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden. Ganz selbstverständlich. Ohne viel Aufhebens. Menschen aus dem politischen, kulturellen oder administrativen Bereich, bei denen ihr euch vielleicht auf eine besondere Weise bedanken wollt. Wir bieten hierzu eine wunderbare Gelegenheit: Die Verleihung der Ehrenpraktissima 2018. Na, kommt euch dabei jemand in den Sinn? Vorschläge werden ab sofort unterDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen genommen.

„Ihr glaubt ja gar nicht, was ich für toughe Frauen getroffen habe,“ berichtete Monika Maier-Luchmann begeistert. Sie hatte uns auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrats in Berlin vertreten. Themen des DFR im kommenden Jahr sind u. a. Aufwertung und Umverteilung von Sorgearbeit, mehr Frauen in Parlamente und Politik, Sicherung und Förderung von Ehrenamt, Europawahl 2019 und die Auswirkungen der Digitalisierung auf unser Leben und unsere Arbeit. Und wir sind dabei und mischen mit. Versprochen!

 

SOS Mütterzentrum Salzgitter _ Jung und Alt

Im Mütterzentrum Salzgitter geben sich die internationalen Reporterteams die Klinke in die Hand. Seit Januar läuft das Modellprojekt: „Wir schauen über den Altersrand - Gemeinsame Betreuung von Kindern und Alten“. Es gibt keine geplanten Beschäftigungsangebote, sondern der Alltag wird gemeinsam gelebt. Alte und Kinder decken gemeinsam den Tisch, essen zusammen und haben Spaß. Auf Augenhöhe. Denn für die Kinder gibt es extra erhöhte Stühle.

Vorausgegangen waren An- und Umbaumaßnahmen, die den Alten und Jungen ermöglichen, sich jederzeit zu besuchen, aber auch sich zurückzuziehen. Erzieherinnen und Altenpflegerinnen bilden ein gemeinsames Team und werden speziell qualifiziert. Ein absolutes Novum in Deutschland, aber auch international. Und vielleicht die Antwort auf den demografischen Wandel vor allem in ländlichen Gebieten. Zwei Wissenschaftlerinnen und ein Steuerungskreis aus externen Experten begleiten das auf drei Jahre angelegte Projekt. Finanzielle Unterstützung kommt vom Land Niedersachsen und von der renommierten Klatt-Stiftung.

Schwangerschaftskonfliktberatung muss anonym, ergebnisoffen und selbstbestimmt möglich sein. Deshalb macht sich das Bündnis "Frankfurt für Frauen*rechte" stark für eine Schutzzone um Beratungsstellen. In diesen Bereichen sollen künftig keine Mahnwachen, Gebete oder Demonstrationen zum Thema Schwangerschaftsabbruch stattfinden dürfen. Der Bundesverband der Mütterzentren unterstützt die Forderung nach solchen Schutzzonen. Am 20. Juni fand auf dem Frankfurter Römer eine Demonstration statt, bei der die Stadtverordnete und Magistrat lautstark aufgefordert wurden, einer entsprechende Regelung zu verabschieden.

Mehr zu Frankfurt für Frauenrechte kann auch auf Ihrer Facebookseite nachverfolgt werden.

Das Mütterzentrum Eltern-Kind-Zentrum Schwabing Maxvorstadt, kurz Elki, befindet sich derzeit in einem Berufungsverfahren, in welchem es um die Nutzung ihrer seit 2010 angemieteten Räume geht.

Mit großer Besorgnis nimmt der Bundesverband der Mütterzentren zum Inhalt der Auseinandersetzung Stellung:

Familie ist der Kit in unserer Gesellschaft und eine enorme Entlastung für unser Sozialsystem. Familien sind besonders schutzbedürftig und Mütterzentren leisten wichtige Arbeit im präventiven Bereich. Familien bekommen hier Unterstützung, können Netzwerke aufbauen, werden beraten in einem geschützten und familiengerechten Rahmen und Umfeld. Mütterzentren verbinden Menschen miteinander, bieten Entlastung und praktische Hilfen im Alltag, stärken und entwickeln Erziehungskompetenzen, fördern Wertesysteme und soziales Handeln.

Der Bundesverband vertritt die Auffassung, dass diese Leistungen selbstverständlich und angemessen wertgeschätzt werden müssen, egal wer sie erbringt. Ob es die Familie selbst ist und/oder eine Einrichtung wie das Elki, das mit seinen Angeboten die Familien unterstützt und auch Verantwortung für Familien übernimmt.

Familien brauchen Unterstützung. Weshalb § 16 SGB VIII, der die allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie regelt und der bestimmt, dass Familien hierfür Leistungen angeboten werden sollen. Diese Leistungen zur Förderung der Erziehung in der Familie sind nach Absatz 2 insbesondere Angebote der Familienbildung wie sie das Elki erbringt. Zudem ist laut Artikel 6 des Grundgesetzes der Schutz der Familie Aufgabe des Staates.

Gute, präventive und nachhaltige Familienbildungsarbeit braucht Raum und existenzielle Sicherung. Der Betrieb eines Mütterzentrums oder Familienzentrums, Nachbarschaftszentrums, Mehrgenerationenhauses sollte in jedem Sozialraum möglich sein.

Nun wird im Falle Elki darüber gestritten, ob es seine Angebote weiter in den seit 2010 angemieteten Räumen erbringen darf. Die Frage dabei ist hauptsächlich, ob die Bezeichnung „Laden mit Lager“ in der Teilungserklärung des Grundbuchs eine Nutzung als Mütter- und Familienzentrum erlaubt. Für den Bundesverband der Mütterzentren erschließt sich nicht, warum ein Mütter- und Familienzentrum nicht unter diese Nutzung fallen soll. Unseres Erachtens besteht bei der Auslegung der Nutzungsmöglichkeiten zumindest ein Ermessenspielraum. Von diesem sollte aufgrund der besonderen Schutzbedürftigkeit der Familien auch Gebrauch gemacht werden.

Es ist völlig unverständlich, wenn nur aufgrund einer engen Auslegung der Bezeichnung „Laden mit Lager“ ein erfolgreiches Mütterzentrum wie das Elki seine wertvolle und wichtige Arbeit im Stadtteil nicht mehr fortführen können soll. Und dies, obwohl die Verantwortlichen des Vereins mehrfach zusätzliche Maßnahmen zur Lärmminderung angeboten hatten.

Eine Nutzungsuntersagung würde dazu führen, dass es für engagierte Bürgerinnen und Bürger künftig noch schwerer wird, Standorte für familienergänzende und soziale Treffpunkte zu finden. Da nicht flächendeckend öffentlich erbauter Raum zur Verfügung steht, darf der Zugang zu privaten oder gewerblichen Mietobjekten nicht verbaut werden.

Familie findet nicht (länger) heimlich und im stillen Kämmerlein statt. Familien brauchen öffentlichen Raum. Mütterzentren wie das Elki machen Familie sichtbar und erlebbar. Das ist richtig und wichtig und muss weiter bestehen.

Jetzt die Stellungsnahme als PDF.

Neue Broschüre rund um das Gastgeber!nnen-Prinzip der Mütterzentren kann ab sofort bestellt werden.

Broschuere GastgeberInnen TitelseiteIn unseren Mütterzentren spielen Gastgeber!nnen eine wichtige Rolle. Ihr Engagement trägt maßgeblich dazu bei, dass unsere bundesweit geschaffenen familiären öffentlichen Wohnzimmer als persönliche Entdeckungs-, Entwicklungs- und Erfahrungsräume wirken. Dass aus Begegnungen nachhaltige Beziehungen werden. Und aus Gästen engagierte Mitgestalterinnen und Mitgestalter.

Wie funktioniert dieses Prinzip? Was machen Gastgeber!nnen? Was motiviert sie? Wir haben Gastgeber!nnen aus verschiedenen Mütterzentren befragt und stellen sie in dieser Broschüre vor. Neben persönlichen Einblicken in den Alltag der Gastgeber!nnen finden sich dazu Informationen rund um das Gastgeber!nnen-Prinzip sowie unser Schulungsangebot für neue und erfahrene Gastgeber!nnen.

Wir danken allen mitwirkenden Gastgeber!nnen herzlich für ihre Offenheit und wünschen ihnen und allen anderen bundesweit tätigen Kolleginnen und Kollegen weiterhin viel Spaß, Arbeitsfreude und Lebenslust in ihren Mütterzentren.

Verwendungstipps
Intern: Es wäre wunderbar, wenn alle aktiven Gastgeber!nnen ihr persönliches Exemplar der Broschüre als Zeichen der Wertschätzung erhielten. Die lebendigen und anschaulichen Berichte und Informationen bieten zudem eine gute Gelegenheit, sich innerhalb des Teams über eigenen Erfahrungen und Grundhaltungen auszutauschen.

Extern: Das A5-Heft kann für die Öffentlichkeitsarbeit des Mütterzentrums vor Ort eingesetzt werden. Beispielweise, um über die Grundprinzipien der Mütterzentrumsarbeit zu informieren oder um neue Freiwillige gezielt für die Tätigkeit als Gastgeber!n anzusprechen. Auf der Rückseite der Broschüre kann ein Stempel oder Adressaufkleber mit den Kontaktdaten einer Ansprechperson im Mütterzentrum aufgebracht werden.

Kosten
für Mitgliedsorganisationen 0 Euro/Exemplar zuzüglich Versankosten
für Nicht-Mitglieder 3 Euro/Exemplar zuzüglich Versandkosten

Bestellung
Die Gastgeber!nnen-Broschüre kann unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! formlos angefordert werden. Die Portokosten werden in Rechnung gestellt.

 

In einem offenen Brief fordert der Bundesverband der Mütterzentren e.V. in einem breiten Bündnis von 26 Verbänden und Organisationen §219a StGB aufzuheben. Die unterzeichnenden Organisationen fordern umfassende Informationsfreiheit über Schwangerschaftsabbrüche und Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte.

 

Verbändebündnis

O F F E N E R B R I E F - M E D I E N M I T T E I L U N G

An
die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,
die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Katarina Barley,
den Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn,
die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Giffey,
den Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder
die Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Andrea Nahles

Berlin, 23. April 2018

Für einen freien Zugang zu Informationen über SchwangerschaftsabbrücheFür einen freien Zugang zu Informationen über Schwangerschaftsabbrüche – § 219a StGB aufheben!

Wir, die unterzeichnenden Verbände, fordern Sie auf, Frauen freien Zugang zu sachlichen Informationen über Schwangerschaftsabbrüche zu gewähren und § 219a StGB aufzuheben. Angesichts zahlreicher Klagen gegen Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen und darüber auch öffentlich informieren, drängt die Zeit!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
sehr geehrte Frau Bundesministerin Dr. Barley,
sehr geehrter Herr Bundesminister Spahn,
sehr geehrte Frau Bundesministerin Dr. Giffey,
sehr geehrter Herr Kauder,
sehr geehrte Frau Nahles,

Frauen haben ein Recht auf reproduktive Selbstbestimmung. Dazu gehört neben dem Informationsrecht auch das Recht auf freie Wahl einer Ärztin bzw. eines Arztes. § 219a StGB schränkt diese Rechte wesentlich ein: Er stellt nicht nur „Werbung“ für Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe. § 219a StGB erschwert Schwangeren den freien Zugang zu sachlichen Informationen über die konkreten Möglichkeiten eines Abbruchs.

Ärztinnen und Ärzte stoßen auf eine widersprüchliche Rechtslage. Sie dürfen zwar unter bestimmten Voraussetzungen Schwangerschaftsabbrüche straffrei vornehmen, sind aber nicht berechtigt, öffentlich darüber zu informieren.

Berufswidrige Werbung – das heißt anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung – ist ohnehin im Berufsrecht der Ärztinnen und Ärzte verboten.

Wir, die unterzeichnenden Verbände, fordern, dass Ärztinnen und Ärzte ohne Risiko vor Strafverfolgung darüber informieren dürfen, wie, wo und durch wen straflose Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden. Frauen benötigen einen niedrigschwelligen Zugang zu sachlichen Informationen über medizinische Möglichkeiten und Implikationen eines Schwangerschaftsabbruchs sowie über Ärztinnen und Ärzte in erreichbarer Nähe, die ihn ausführen. Diese sachlichen Informationen sind keine „Werbung“ und sie dürfen nicht als solche interpretiert werden. Frauen muss ermöglicht werden, sich über Schwangerschaftsabbrüche und über Ärztinnen und Ärzte, die sie durchführen, zu informieren.

Wir fordern Sie auf: Garantieren Sie umfassende Informationsfreiheit über Schwangerschaftsabbrüche und heben Sie den § 219a StGB auf! Schaffen Sie Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte!

 

Hier könnt ihr den offenen Brief an die Bundesregierung im PDF Format ansehen.

 

Folgende Verbände haben den Offenen Brief unterzeichnet:

Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF)
AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V.
Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)
Bundesarbeitsgemeinschaft Frauenpolitik Bündnis 90/DIE GRÜNEN (BAG Frauenpolitik)
BAG – Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros
Bundesjugendwerk der AWO e.V.
BFF Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, Frauen gegen Gewalt e.V.
Bundesverband der Frauengesundheitszentren e.V.
Bundesverband der Mütterzentren e.V.
Bundesverband Liberale Frauen e.V.
Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung
DGB Frauen
Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (DGPFG)
Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS)
Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb)
Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD)
Feministische Offensive der LINKEN
Humanistischer Verband Deutschlands (HVD)
Landesverband Mütter- und Familienzentren in Bayern e.V.
Netzwerk Frauengesundheit Berlin
pro familia Bundesverband e.V.
Schwangerschaftsberatungsstelle BALANCE
SelbstHilfeInitiative Alleinerziehender (SHIA) e.V. Bundesverband
Sozialverband Deutschland e.V. SoVD
Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Bundesverband e.V. (VAMV)
Zukunftsforum Familie e.V.

Mitgliederversammlung und Fachtag

Selbst inspirieren und inspiriert werden. Gemeinsam mehr bewegen.

Mütterzentren beleben seit vielen Jahren Nachbarschaften, Stadtteile, Gemeinden und Städte. Sie machen sie bunter und menschlicher. Kein Wunder, dass unsere erfolgreiche, offene und am Menschen orientierte Arbeitsweise viele Nachahmer findet. Denn Mütterzentren sind besonders. Sie zeichnen sich aus durch:  

Das Zusammenspiel von Eigenverwaltung und Eigenverantwortung, Gleichrangigkeit von Erwerbsarbeit und Freiwilligen-Engagement, Mitbestimmung und Mitgestaltung für alle, das Gastgeber!nnen-Prinzip, Offenheit gegenüber Menschen und Ideen sowie das große persönliche und gesellschaftspolitische Engagement in der Lebenswelt vor Ort, in den Bundesländern und auf bundespolitischer Ebene.

Mütterzentren geben Impulse zur positiven Entwicklung unserer Gesellschaft, zum Meistern neuer Herausforderungen. Sie verfolgen das Ziel, die Lebenssituation von Frauen und Kindern nachhaltig zu verbessern. Bleiben wir also dran!

Der Fachtag in Hamburg zeigt unsere Stärken. Wir ergründen gemeinsam, welche Werte und Botschaften uns wichtig sind und wie wir sie nach innen und außen transportieren. Danach ist klar: So erkläre ich Mütterzentren und ihre Wirkung.Mütterzentren geben gesellschaftliche Impulse. Und das seit mehr als drei Jahrzehnten. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass familienunterstützende Angebote wichtige Standortfaktoren in den Kommunen sind. Wir haben also allen Grund, selbstbewusst in die Zukunft zu schauen.

Lasst uns reden, diskutieren und uns gegenseitig inspirieren. Wir freuen uns auf euch, eure Themen und Beiträge. Lasst uns teilhaben an dem, was euch bewegt in eurem Mütterzentrum. Nutzt unser bundesweites Inspirationsnetzwerk zum Kennenlernen und Austausch.

 

Programm

Freitag, den 20.04.2018 - Mitgliederversammlung

16.00 Uhr     Herzlich Willkommen
                     Ankommen & Begrüßung

16.30 Uhr     Neues aus den Mütterzentren
                     Wir freuen uns auf eure Berichte

17.00 Uhr     Mitgliederversammlung
                     des Bundesverbands der Mütterzentren e.V.

18.30 Uhr     Abendessen
                     anschließend Ausklang


Samstag, den 21.04.2018 - Fachtag Mütterzentren sind Impulsgeberinnen

09.00 Uhr      Ankommen

09.30 Uhr      Begrüßung

10.30 Uhr      An die Arbeit. Themen die uns bewegen.*)

12.30 Uhr      Mittagessen

13.15 Uhr      Hausführung
        
14.00 Uhr      An die Arbeit. Lösungen, die uns inspirieren.

15.30 Uhr      Impulse & Schlussrunde
        
16.00 Uhr      Ende des Fachtags

 

*) Diese Themenvorschläge haben wir bereits eingeplant, weitere sind willkommen:  

  •   Mütterzentrum leicht erklärt. Marken, Werte & Botschaften.
      Vorgeschlagen vom Mütterzentrum Ingelheim
  •   Mütterzentren als gesellschaftliche Impulsgeberin.
      Wir wirken global und verändern die Gesellschaft.
      Vorgeschlagen vom Bundesverband der Mütterzentren
  •   Mensch Mütterzentrum! Empowerment - wir stärken Menschen! Wie machen wir das?    
      Vorgeschlagen vom Mütterzentrum Leipzig
  •   Mütterzentren als Standortfaktor. Mütterzentren entwickeln Quartiere und reden darüber.
      Vorgeschlagen vom Mütterzentrum Limburg

Jetzt die Tagesordnung als PDF.

Jetzt direkt für die MItgliederversammlung und den Fachtag anmelden.

Aus Pforzheim erreichte uns diese Aufforderung folgende Petition zu unterschreiben: Rentengerechtigkeit für ALLE Mütter - weg mit der geplanten "Mehrwert-Mütterrente"
Es geht darum, dass auch Mütter, die vor 1992 Kinder bekommen haben, zwei weitere Entgeltpunkte für ihre Rente erhalten. Damit wären sie den jüngeren Frauen gleichgestellt. Frauen, die direkt nach der Geburt ihrer Kinder wieder gearbeitet haben, erhalten allerdings keine Mütterrente. Das gilt vor allem für Frauen aus den neuen Bundesländern. Ältere Frauen, die auf Grundsicherung angewiesen sind, gehen auch leer aus. Um weibliche Altersarmut wirklich zu verringern, sind größere Trostpflaster nötig.

Unseren Mitgliedern haben wir bereits ein Exemplar geschickt. Wer Nachschub braucht oder einen neuen ordern möchte, schreibt kurz an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Wer will, kann den Kalender auch hier in DIN A4-Format druckfertig herunterladen und ins Büro hängen. Die wichtigsten Termine sind schon vorgemerkt.

„Wenn etwas schief läuft, fällt alle Schuld auf die Mutter zurück. Psychologen/innen und Mediziner/innen machen Mütter für Alkoholismus, Drogenmissbrauch und die Magersucht ihrer Kinder verantwortlich. Das „motherblaming“ ist salonfähig geworden. Die auf der Therapeutencouch liegenden Klienten/innen beschweren sich allenthalben über ihre Mütter.“
Dabei sind es nicht die Mütter, die individuell versagt haben und versagen, schreibt die österreichische Politologin Mariam Irene Tazi-Preve. Es ist die Kleinfamilie, die scheitert. Und dieses Scheitern hat gesellschaftliche und ökonomische Ursachen, die sie klar und nachvollziehbar benennt. Sie beschreibt, warum die Bereiche Arbeitswelt und Familie nicht kompatibel sind und wie die Wirtschaft Familien instrumentalisiert.


Durch die tägliche Überforderung wird die Familie nicht als idyllischer Rückzugsort erlebt, sondern als Quelle des täglichen Frusts, weil die Kinder zu wenig erwachsene Bezugspersonen haben, den Eltern die Zeit für die romantische Liebe und Erotik fehlt, und die Mütter immer den Kürzeren ziehen, auch wenn ihnen Wahlfreiheit vorgegaukelt wird, kritisiert Tazi-Preve.
Bleibt eine Mutter zu Hause, ist sie komplett von ihrem Mann abhängig, Ist sie halbtags beschäftigt, erhält sie keine existenzsichernde Rente. Arbeitet eine Mutter Vollzeit, reibt sie sich schier auf, weil sie neben dem Job noch den größten Teil des Haushalts wuppt.

Scheitert die Ehe, wird sie mit großer Wahrscheinlichkeit, eine vom deutschen Steuerrecht benachteiligte Alleinerziehende. Die Frauen, die sie nach der Trennung oft auffangen, ihre Mütter, Großmütter, Schwestern und Freundinnen, werden aber leider nur als mittelmäßiger Ersatz für den abwesenden Vater gesehen. Auch diese fehlende Wertschätzung ist, laut Tazi Preve, ein Ergebnis unserer Idealsierung der Kleinfamilie.


Wir sollten uns einfach von der Idee verabschieden, dass die Kleinfamilie der Normalfall ist, in der Kinder am besten aufgehoben sind, sagt Tazi-Preve. Familie sei einfach da, wo das füreinander Sorgen oberste Priorität hat. „Erwachsene Kinder sollten einfach die ökonomische Verantwortung gegenüber der familialen Gemeinschaft übernehmen und nicht gegenüber dem/der Lebenspartner/in, schreibt die Politologin und fügt an, dass sich im afrikanischen Burkina Faso z.B. alle Frauen einer Familie für alle Kinder zuständig fühlen.
Um sich solche Verhältnisse in Deutschland vorzustellen, muss man schon sehr phantasiebegabt sein. Aber es ist schön zu wissen, was so alles möglich ist.
Die Lektüre lohnt sich vor allem, weil Tazi-Preve die Auswirkungen der aktuellen Familienpolitik analysiert. Die Art, wie sie die historische Entwicklung beschreibt, macht es sogar plötzlich ganz leicht, mit unseren eigenen Müttern, Großmüttern und Schwiegermüttern solidarischer zu sein.

Unsere Kooperation mit Flechtwerk 2.1 trägt erste Früchte. Ein Vater, der getrennt von seinen Kindern lebt, kann für seine Wochenendbesuche in Hamburg das Kinderzimmer des Mütterzentrums Bergedorf nutzen. Spielen, kuscheln, vorlesen und herumbalgen geht dort viel besser als in Museen, Kinos und Schnellrestaurants.

Übrigens: Das Mütterzentrum Bergedorf hat im November 2017 sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Nachträglich noch die allerbesten Glückwünsche von uns.

"Es muss endlich auch beim Bund ankommen, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind", dieser schöne Satz fiel auf der Arbeits- und Sozialministerkonferenz in Potsdam. Da jedes fünfte Kind deutschlandweit von Armut bedroht ist, arbeiten die Länder jetzt mehrheitlich an einem Konzept, um die Kindergrundsicherung einzuführen. Wir freuen uns darüber, denn Erhöhungen des Kindergeldes kommen bei den Familien, die Sozialleistungen beziehen, ja gar nicht an.

Unser letztes Bundesverbandstreffen mit Preisverleihung fand im Mütter- und Familienzentrum Huchting statt. Noch ist das große Bremer Zentrum an vier Standorten vertreten und alle Beteiligten warten auf die Schlüsselübergabe, um gemeinsam in einen neuen, hellen Bau umzuziehen.


Der erste Preis der Praktissima 2017 zum Thema Mütterlichkeit, der von der Stiftung Apfelbaum gefördert wird, ging an das Mütter- und Familienzentrum in Bad Nauheim, der zweite an das Familienzentrum Klara in Freiburg im Breisgau und der dritte Platz an das Mütter- und Familienzentrum Waltrop in NRW.

Eine eindrucksvolle Rede über den Begriff „Mütterlichkeit“ im Wandel der hielt die Filmemacherin Dagmar Lilli Margotsdotter. Am Samstagvormittag wurde ihr Film „Wo die freien Frauen wohnen – Vom Matriarchat der Mosuo“, gezeigt und löste lebhafte Diskussionen aus. Es war eine sehr schöne und anregende Veranstaltung. Allen Mitwirkenden ein herzliches Dankeschön.


Unser nächstes Bundesverbandstreffen findet am 20. – 21.04.2018 in Hamburg statt.

Ein Diskurs um den Begriff der Mütterlichkeit

Wir möchten Euch herzlich zum jährlichen Bundesverbandstreffen aller Mütterzentren einladen.

Alle  Informationen zu unserem Bundesverbandstreffen könnt ihr dem unten stehenden Programmpunkten entnehmen.

Wir bitten Euch euch bis zum 15.11.2017 anzumelden.

Wie immer ist für eine Kinderbetreuung gesorgt.

Wir freuen uns in diesem ahr zu Gast zu sein im Mütterzentrum Huchting e.V. und euch dort begrüßen zu dürfen.

 

Programm

Freitag, den 17.11.2017 - Verleihung der Praktissima

16.00 Uhr – Herzlich Willkommen
Ankommen & Begrüßung im Mütter- und Familienzentrum Huchting e.V.

17.00 Uhr – Praktissima 2017
Preisverleihung

18.30 Uhr – Festliches Abendessen

20.00 Uhr – Zeit zum Austausch
Gemeinsamer Ausklang des Abends

 

Samstag, den 18.11.2017

09.00 Uhr – Ankommen

09.30 Uhr – Film Special mit anschließendem Austausch: "Wo die freien Frauen wohnen - Vom Matriarchat der Mosuo"

mit eine der drei Regisseurinnrn: Dagmar Lilly Margotsdotter

Im Süden von China am Lugusee leben die Mosuo, die für ihr harmonisches Zusammenleben ohne Eifersucht, Gewalt und Krieg bekannt sind. Machtstreben ist ihnen fremd. Die Filmemacherinnen trafen zufriedene Menschen, die sich nach der Lebenswelt von Frauen und Kindern ausrichten. Wir sehen Frauen, die lachen, tanzen und singen, entspannt und frei sind und die wirtschaftlichen und sozialen Fäden in der Hand halten. Sie kümmern sich gemeinschaftlich um die Kinder, unterstützt von den weiblichen und männlichen Verwandten. Die patriarchale Ehe und Zersplitterung der Familie kennen sie nicht.

Hier findet ihr einen kurzen Trailer zum Film.

12.30 Uhr – Stärkung und Gespräche
Arbeitspause und Zeit für den persönlichen Austausch

13.30 Uhr – Hinter den Kulissen
Führung durch das Mütter- und Familienzentrum Huchting

14.00 Uhr – Workshop: Ankommen in Mütterzentren - gelebte Mütterlichkeit
Gegenseitige Fürsorge und ein harmonisches Miteinander entstehen nicht von alleine. Wie passt die Philosophie der Mütterzentren in die moderne Gesellschaft? Wie entsteht Gemeinschaft in einem öffentlichen Raum?
Hierzu gehen wir miteinander in den Austausch und entwickeln Ideen und Wünsche für die Zukunft.

15.30 Uhr – Auf Wiedersehen
Gemeinsamer Abschluss & Resümee

 

Tagesordnung als PDF.

Neben Beruf und Familie gehört eine Nachbarschaft, in der wir einander kennen, uns wohlfühlen und aufeinander verlassen können zu den ganz großen Glücksspendern.

Setzt ihr euch für eure Nachbarn ein oder ihr kennt eine Initiative, die vielen in der Nachbarschaft zugutekommt? Was ist mit eurem Mütterzentrum? Bewerbt euch bis zum 24. August oder schlagt ein Projekt vor, dass unbedingt mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis 2017 ausgezeichnet gehört. Über 50.000 Euro fließen mit Hilfe des Preises in echtes Engagement in der Nachbarschaft.

Alle Infos findet ihr hier und bewerben könnt ihr euch hier.

Seit Juli ist der Bundesverband der Mütterzentren e.V. Mitglied der stärksten Frauenlobby Deutschlands, die sich für die Gleichstellung in Politik und Gesellschaft, auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft engagiert. Der deutsche Frauenrat trifft sich regelmäßig mit Vertreterinnen und Vertretern der Parteien, stößt öffentliche Diskussionen an und fordert Teilhabe und Transparenz.


Als Mitglied können wir z.B. Schwerpunktthemen vorschlagen und unsere Ideen in Fachausschüssen einbringen. Zurzeit gibt es Fachausschüsse zu den Themen Frauengesundheit, Flucht und Integration und zur Bundestagswahl 2017 mit Forderungen, die ihr hier findet.

Wir danken Michaela Adrian und Bettina Demleitner für ihre Arbeit im Vorstand des Bundesverbandes der Mütterzentren. Beide haben sich nicht noch einmal für die Wahl zur Verfügung gestellt.


Wir freuen uns, dass sich Ute Latzel, die bereits die letzten drei Jahre als Vorstandsfrau den Verein unterstützt hat, wieder wählen ließ. Sie ist eine vom Bundesverband ausgebildete Trainerin für Offenes Lernen und Handeln, professionelle Leiterin von Runden Tischen und Geschäftsführerin des Müfaz- das Mütter- und Familienzentrum und Mehrgenerationenhaus in Bad Nauheim. Utes Energie, ihr juristisches Fachwissen, ihr Charisma und ihre Verbindlichkeit wissen wir alle zu schätzen. Neben Vorstandsfrau Ute Latzel wurden Dagmar Engels und Monika Maier-Luchmann in den Vorstand gewählt. Wir freuen uns, mit Dagmar und Monika zwei gestandenen Mütterzentrumsfrauen an der Spitze zu haben, die sich im Bundesverband schon jahrzehntelang im Steuerungskreis engagiert haben. Außerdem sind sie durch die Arbeit in ihren Häusern mit dem Alltag in den Zentren bestens vertraut, in ihrer Stadt und darüber hinaus gut vernetzt. Monika ist Geschäftsführerin des ZenJA in Langen. Dagmar leitet den Nachbarschatz in Hamburg. Hier findet ihr einen wunderbaren Artikel über Dagmar anlässlich des Verleihung des Hamburger Bürgerpreises.

> Aktuelles:

Berufliche Weiterbildung für Mütter durch Fernstudium - 20 Prozent Nachlass für Mütterzentren

Wenn sich Mütter oder Väter neben ihrem Job und/oder in der Familienphase beruflich fortbilden möchten, haben sie es nicht leicht, alles unter einen Hut zu bekommen. Fernunterricht ist für viele... weiterlesen

Wer unterstützt euer Mütterzentrum höchst persönlich? Ihr sagt Danke, wir zeichnen aus!

Manchmal genügt ein Anruf und schon laufen die Dinge wieder. Fast jedes Mütterzentrum hat einen (oder mehrere) besonderen Menschen zur Seite, auf die in jeder Situation Verlass ist. Die mit Rat und... weiterlesen

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