Zum Auftakt der Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ fand in Berlin die 5. Konferenz des Kompetenznetz Einsamkeit statt. Gleichzeitig wurde die neue Allianz gegen Einsamkeit gestartet, die vom Bundesfamilienministerium initiiert wurde.
Unsere Vorständin Yvonne war für den Bundesverband vor Ort. Für uns wurde dabei noch einmal deutlich: Einsamkeit kann alle treffen, in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenslagen. Und da sie oft privat bleibt, muss es offene Begegnungs- und Vernetzungsmöglichkeiten geben.
Genau hier sind Mütterzentren wichtig. Sie schaffen offene Orte im Quartier, an denen Menschen niedrigschwellig miteinander in Kontakt kommen können. Niemand muss eine Diagnose, einen Antrag oder einen Nachweis mitbringen. Menschen können einfach kommen, mit ihren Kindern, ihren Fragen, ihrer Erfahrung und ihrem Wunsch nach Begegnung.
Die Konferenz hat gezeigt: Gegen Einsamkeit braucht es verlässliche Netzwerke, gute lokale Strukturen und Orte, die Menschen tatsächlich erreichen. Einsamkeit wird dort spürbar, wo Menschen leben: im Stadtteil, im Dorf, in der Nachbarschaft.
Ein praktischer Impuls: Auch Stadtbüchereien verstehen sich zunehmend als Orte für Begegnung, Selbsthilfe und Austausch. Vielleicht gibt es auch bei euch eine Bücherei, mit der gemeinsame Angebote, Vorträge oder Begegnungsformate möglich wären?
Unser Fazit: Einsamkeit lässt sich nicht mit einzelnen Aktionen lösen. Es braucht dauerhaft offene Orte, weniger Hürden für Engagement und starke Gemeinschaften vor Ort. Mütterzentren leisten dazu jeden Tag einen wichtigen Beitrag.


