10.10. Internationaler Tag der Mütterzentren – Wusstest du, dass...?

Diesen Samstag ist Internationaler Tag der Mütterzentren. Doch was ist überhaupt ein Mütterzentrum? In vielen Köpfen erscheint direkt ein Bild. Ein Raum mit Müttern und Kindern. Beim Spielen. Beim Reden. Ein Raum für Mütter.
Doch wir wissen, dass die Vielfalt unserer Mütterzentren viel mehr beinhaltet als nur einen Raum für Mütter und Kinder. Daher haben wir zum diesjährigen Internationalen Tag der Mütterzentren spannende Fakten zusammengetragen, die manchmal vielleicht überraschen.
Bereits letztes Jahr haben wir gemeinsam mit dem Mütterforum Baden-Württemberg die acht Alleinstellungsmerkmale der Mütterzentren definiert: Willkommenskultur und Gastgeber:innenprinzip, Praxisexpert:innen, Empowerment durch Teilhabe, Selbstorganisation & Beteiligung, Kinder sind selbstverständlich dabei, Mütter und Sorgearbeit im Mittelpunkt, Mütterlichkeit als gemeinsame Fürsorge, Offener Treff.
Diese Werte werden in jedem Mütterzentrum gelebt, unabhängig von der Größe, unabhängig davon, ob es hauptamtlich oder rein ehrenamtlich getragen wird. Dadurch werden Mütterzentren zu Orten für Gemeinschaft und neue Freundschaften. Hier sind alle Generationen willkommen. Für viele Besucher:innen und Mitarbeiter:innen sind sie ein Ankerplatz mitten im Leben, zum Ankommen, Innehalten und Auftanken. Hier werden Entscheidungen gemeinschaftlich aus der Mitte getroffen und Anliegen von Frauen und Familien in die Politik getragen.
Genau diese Werte und die Vielfalt der daraus entstandenen Mütterzentren wollen wir diesen Samstag am Internationalen Tag der Mütterzentren feiern.
Deutscher Engagementpreis: Eure Stimme für Langen

Seit diesem Jahr ist unser Praktissima-Preis auch beim Deutschen Engagementpreis registriert. Der Deutsche Engagementpreis verbindet Engagementpreise aus ganz Deutschland. Er macht sichtbar, was Menschen für andere und für unsere Gesellschaft tun. Wir nominieren die erste Praktissima-Preisträgerin des Vorjahres für den Deutschen Engagementpreis. In diesem Jahr haben wir daher das Mütterzentrum Langen, Preisträger der Praktissima 2025, mit ihrem Podcast aus der Zukunft nominiert.
Neben von der Fachjury vergebenen Preisen in verschiedenen Kategorien gibt es auch einen Publikumspreis. Hierzu könnt ihr noch bis zum 29.10. um 17:59 Uhr abstimmen. Dazu braucht ihr nur eine deutsche Mobilfunknummer. So funktioniert die Abstimmung:
https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/nominierte/6741-muetterzentrum-langen-ev
1. Mütterzentrum Langen auswählen
2. Handynummer eingeben
3. Bestätigungscode der SMS eingeben
4. Auf „Jetzt abstimmen“ klicken
Je mehr Stimmen wir für Langen sammeln können, umso mehr Sichtbarkeit erzeugen wir für die Praktissima und für Mütterzentren!
EU AI Act
Seit dem 2.8.2026 sind die Transparenzpflichten aus Artikel 50 des EU AI Acts in Kraft. Danach gelten in bestimmten Fällen Transparenz- und Kennzeichnungspflichten beim Einsatz von KI.
Das kann auch euch als Mütterzentren betreffen, wenn ihr KI zum Erstellen von Texten und Bildern nutzt, die ihr anschließend veröffentlicht, oder einen KI-basierten Chatbot einsetzt. Allerdings führt nicht jeder Einsatz von KI automatisch zu einer Kennzeichnungspflicht. Vielmehr geht es darum, dass Nutzer:innen erkennen können, dass sie mit KI kommunizieren oder ein KI-generiertes Bild sehen. Konkrete Anwendungsfälle sind:
1. Chatbot
Wenn ihr einen KI-gestützten Chatbot verwendet, muss für Nutzer:innen erkennbar sein, dass sie mit einem KI-System interagieren, sofern dies nicht ohnehin offensichtlich ist.
2. Bilder, Videos und Audiodateien
Nicht jedes bearbeitete Bild, Video oder Audio muss direkt gekennzeichnet werden. Verhindert werden soll eine Täuschung der Verbraucher:innen. Wird ein Bild, Video oder Audio also so verändert, dass reale Personen, Orte, Einrichtungen oder Ereignisse zu sehen oder zu hören sind, obwohl diese Szene so nie stattgefunden hat, muss dies gekennzeichnet werden. Eine rein technische oder gestalterische Bearbeitung, wie Kontrastkorrekturen, Anwendung eines Filters oder Zuschneiden einer Datei ist weiterhin ohne Kennzeichnung möglich.
3. Texte
Von der KI erstellte Texte müssen gekennzeichnet werden, wenn sie veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren. Dies gilt allerdings nicht, wenn der durch KI erstellte Text danach einer redaktionellen Prüfung unterlag, d.h. eine Person den Text inhaltlich nochmal auf seine Richtigkeit kontrolliert hat und die redaktionelle Verantwortung übernimmt.
Bitte denkt auch daran, die KI-Kompetenz eurer Mitarbeiter:innen zu fördern. Diese Verpflichtung gilt unabhängig von den neuen Transparenzpflichten bereits seit Februar 2025. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt unter anderem davon ab, welche KI-Systeme ihr einsetzt und wie sie genutzt werden.
Diese Hinweise sollen euch eine erste Orientierung geben. Wenn ihr bei einem konkreten Einsatz unsicher seid, schaut am besten noch einmal in die folgenden Artikel mit weiteren Informationen und prüft den Einzelfall.
Weitere Informationen findet ihr bei so geht digital, dem Deutschen Stiftungszentrum und freiwillig engagiert.
Sorgearbeit & Mental Load: Hilfreiche Online-Tools
Sorgearbeit und Mental Load bleiben ungleich verteilt. Das zeigen Zahlen des Bündnisses Sorgearbeit vom September 2025: Frauen und Mütter übernehmen einen Großteil der Verantwortung und die damit verbundenen Einbußen bei der Erwerbsarbeit. Für eure Arbeit haben wir euch einige praktische Tools und Hintergrundwissen zusammengestellt. So könnt ihr mit Familien ins Gespräch kommen über Wert, Verteilung und strukturelle Rahmenbedingungen von Sorgearbeit.
- Factsheet des Bündnis Sorgearbeit.
- Partnerschaftlichkeitstest des Bündnis Sorgearbeit.
- Care-Rechner der Grünen.
- Mental Load Test des Bundesverbands Equal Care.
Bewerbt euch jetzt: Kostenfreie Bücher für mehrsprachige Kinder
In vielen Mütterzentren gehen nicht nur deutschsprachige Familien ein und aus. Viele Kinder lernen gleichzeitig mehrere Sprachen. Gleichzeitig haben sie durch fehlende Informationen oder Angebote weniger Zugang zu Bildung. Die Stiftung Lesen hat daher ein Projekt gestartet, mit dem mehrsprachig aufwachsende Kinder bis zehn Jahre nachhaltig beim spielerischen Deutschlernen unterstützt werden sollen. Hierzu stellt sie, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, mehrsprachige Buchgeschenke, altersgerechte Lese- und Medienboxen sowie ein eLearning-Programm für Fachkräfte zur Verfügung. Bewerben könnt ihr euch bis 30.11.2026!
Weitere Informationen bekommt ihr hier.
Bewerben könnt ihr euch noch bis zum 30.11.2026 hier.


